Freunde des Mauerparks e.V.

Die Hinterlandmauer im Mauerpark ist weltberühmt, Motive der Graffitikünstlern schaffen es regelmässig auf Titelseiten großer Tageszeitungen und in Nachrichtensendungen weltweit. Die Werke sind ein Spiegelbild der freien Welt – auf der Berliner Mauer, die die Freiheit der Menschen gewaltsam einschränkte.

Nun will Senator Geisel (SPD) und die Senatsverwaltung für Sport die Berliner Mauer an diesem historischen Ort abreissen lassen, um Platz für ein großes, neues Stadion zu machen.

In einer überarbeiteten Machbarkeitsstudie, die die Senatsverwaltung in Auftrag gegeben hatte, fehlt nun plötzlich die Mauer und der Hang. Allen Versprechungen der Inklusion zum Trotz, wird hier mit Presslufthammer und Abrissbirne ein weiteres Symbol der deutsch-deutschen Geschichte getilgt.

Mag die Mauer und der Hang der Senatsverwaltung im Weg stehen, wir werden nicht tatenlos zusehen, wie in Beton gegossene Träume der Sportverwaltung den Mauerpark und den Kiez zerstören. Senator Geisel und die Sportverwaltung sollten sich von den massiven Abriss- und Neubauplänen verabschieden, sonst tun es die Wähler*innen im Wahljahr 2021.

Wir fordern ein sofortiges Moratorium für dieses Projekt bis ein transparentes Verfahren geschaffen wird, welches die Interessen aller Bürger*Innen beleuchtet.

Petetion gegen den Abriss: www.jahnsportpark.de/petition/

In der Presse:
Tabula Rasa im Mauerpark? – taz, 17.07.2020
Die Geschichte siegt in Berlin am Ende doch – Tagesspiegel, 17.07.2020
Die Mauer muss nicht weg – Tagesspiegel, 16.07.2020
Verein befürchtet Abriss der Graffitiwand im Mauerpark – Morgenpost, 16.07.2020