Archiv für die Kategorie 'Planung'

Mauerpark: Nach letzten Schächten ist bald Schicht

Freitag, 16. August 2019 um 13:35

Hochdruckinjektionen machen nassen Boden fest

Für das 2018 im Tunnelvortrieb errichtete Tunnelbauwerk wurden sowohl an der Bernauer als auch an der Gleimstraße Verbindungen zur Kanalisation geschaffen. Damit konnten auch die Straßenbahngleise in der Bernauer Straße wieder in ihre ursprüngliche Trasse rückverlegt werden. Dies war am 12. August abgeschlossen.

In der Schwedter Straße haben die BWB bisher acht Lüftungs- und Reinigungsschächte zum Scheitel des Stauraumkanals fertiggestellt. Jetzt beginnen die BWB mit dem Bau von fünf Einsteigschächten, die seitlich zum „Tunnel“ an dessen Fuß reichen. Aufgrund des stark nachdrückenden Schichtenwassers muss dafür der Boden in dem Bereich der geplanten Baugruben mit Hilfe von Betonsuspension im Düsenstrahlverfahren verfestigt werden. Von der auf der Schwedter Straße umzäunten Baustelleneinrichtung aus können jeweils zwei Schächte errichtet werden. Diese Technik wird also bis Mitte November zweimal umgesetzt.

Gemeinsam mit der GrünBerlin wird Eingang wiederhergestellt

Die Pflasterung der Schwedter Straße folgt diesen Schachtbaustellen. Ziel ist es, bis November die Straße bis etwa zur Höhe des Amphitheaters mit den alten Pflastersteinen so erneuert zu haben, wie sich die Straße vor unseren Arbeiten gezeigt hat. In etwa zeitgleich ist auch der Rückbau der asphaltierten Umfahrung und die Rasenerneuerung und die Wiederherstellung der Wiesenböschungen im Park geplant.

Bis Weihnachten wollen die BWB auch die Bauarbeiten für das Entleerungspumpwerk an der Gleimstraße abschließen, sodass dann sowohl der Fußweg Schwedter Straße als auch der Gleimtunnel wieder frei sind. Ende Dezember wollen die BWB die Bauplatz-Flächen an die Grün Berlin GmbH zur Wiederherstellung der Treppenanlage am Parkeingang Bernauer Straße einschließlich Baumpflanzungen und Rasenerneuerung übergeben. Bereits vorher werden die BWB den großen Granitblock wieder an seinen gewohnten Standort heben und daneben die bei den Arbeiten gefundene Panzersperre für ein zu gestaltendes „historisches Fenster“ platzieren.

Weitere Informationen: www.bwb.de/mauerpark

Quelle: Anwohnerinformation vom 16.8.19, Berliner Wasserbetriebe

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Geschichte bewahren – Pflasterstrasse erhalten!

Freitag, 24. Mai 2019 um 10:27

Die Freunde des Mauerparks fordern den dauerhaften Erhalt des vorhandenen Großsteinpflaster-Belages in seiner überwiegend unangetasteten, 130 Jahre alten, hochwertigen und nachhaltigen Bauqualität. Sowohl in ihrem Verlauf wie auch in ihrem Erscheinungsbild ist diese Straße als stummer Zeitzeuge unentbehrlich.

Vorschläge für die Zugänglichkeit für Alle

Da inzwischen weiterführenden Überlegungen zur Zugänglichkeit von Teilbereichen des gesamten, zukünftigen Mauerparks diskutiert werden, möchten wir dazu Stellung zu nehmen.

Einer unserer Grundwerte für den Mauerpark ist Inklusion. Daher begrüßen wir selbstverständlich den Versuch, möglichst viele Flächen für alle NutzerInnen zugänglich zu machen. Wir können jedoch den Vorschlag, die Pflasterstraße selber als glatte Fläche beziehungsweise als schnelle Radverbindung umzugestalten auf keinen Fall gutheißen.

Baukünstlerische und historische Aspekte

Die in Lage und Material in ursprünglicher Fassung mit hellen und rötlichen Granit-Reihensteinpflaster eng gefügten, vorhandenen Wegefläche mit hoher und dauerhafter baulicher Qualität steht für die geschichtliche Aussage des Parks als zeitlich erste Schicht der Bahnhofs-Zeit. Sie ist von hohem ästhetischem Reiz in ihrer handwerklich hergestellten, überlieferten Original-Fassung. Die Ebenheit der Pflaster-Oberfläche ist für Berliner Verhältnisse sehr hoch, ohne dass größere Reparaturen ausgeführt wurden. Die geschichtliche Erlebbarkeit des Mauerweges für interessierte Besucher und diese Besonderheit des Wegebelages an gerade diesem Ort des ehemals mit Sand überschüttetm Grenzbereiches muss erhalten bleiben.

Aspekte der Nutzbarkeit

Bisher hat sich gezeigt, dass gerade wegen der etwas rauhen Befahrbarkeit hier Konflikt-Situationen zwischen Radfahrern und Fußgängern sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität eher selten aufgetreten sind (gebremste Geschwindigkeit, schlechte Befahrbarkeit für E-Roller und Skater).
Daher würde jede Glättung den Vorrang der Fußgänger beeinträchtigen und eher zur Schaffung von Konflikten statt zu ihrere Lösung führen. Der parallel zur Pflasterstraße verlaufende Gehweg oberhalb des Bordsteins ist durch fehlende Pflege und die Bauarbeiten der Berliner Wasserbetriebe stark zerstört, könnte aber nach Wiederherstellung mit dauerhafter Wegedecke eine barrierefreie Durchwegung sowie Zugänglichkeit zur geschichtsträchtigen Pflasterstraße wie auch zum Kulturangebot im Amphi-Theater gewährleisten. Die 2020 fertigzustellende Erweiterungsfläche wird mehrere Möglichkeiten der „Berollbarkeit“ auf ebenen Oberflächen bieten.

Die Freunde des Mauerparks werden sich auch über den Rahmen der Machbarkeitsstudie für den Denkmalschutz im Mauerpark einsetzen und hoffen einen behutsamen Umgang mit Bestand und historischen Elementen im Mauerpark.

 

Weitere Infos und Hintergründe:
Machbarkeitsstudie zur Aufwertung des Mauerparks
Fazit der Bürgervereine zur Pflasterstrasse (2005)
Vernunft setzt sich durch (2005)

In der Presse:
Wird der Mauerpark zur Radrennstrecke? – Tagesspiegel 23.5.2019
ADFC schlägt Kompromiss für Radweg vor – Tagesspiegel 29.5.2019
Pflaster könnte Radweg weichen – Morgenpost 29.5.2019
Umweltverbände und Fußgänger warnen vor Radschnellwegen – Morgenpost 6.6.2019

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Öffentliche Präsentation der Machbarkeitsstudie

Dienstag, 14. Mai 2019 um 13:33

Um die Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit des bestehenden Mauerparks in Zukunft zu verbessern, wurde eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, in die die Anregungen der Online-Befragung und des öffentlichen Parkspaziergangs sowie Interviews mit Anrainern und Akteuren eingeflossen sind.

Die Studie wird durch Fördermittel aus dem Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ finanziert und durch die landeseigene Grün Berlin Stiftung in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Pankow und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz erarbeitet.

Wann: 20. Mai 2019, 17:30 – 20:00 Uhr
Wo: Olaf-Palme-Zentrum, Demminer Str. 28, 13355 Berlin

Weitere Infos: www.berlin.de/sen/uvk/presse/pressemitteilungen
Machbarkeitsstudie zum Download: gruen-berlin.de/mauerpark/

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Bezirksamt entscheidet: Musik gehört in Mauerpark

Dienstag, 7. Mai 2019 um 16:34

Ein halbes Jahr, nachdem die Kulturgemeinschaft Mauerpark den “Runden Tisch Mauerpark” initiiert hatte, legt nun der Bezirksbürgermeister Sören Benn (Die Linke) neue Parkregeln vor:

www.berlin.de/ba-pankow/aktuelles/pressemitteilungen

In vielen und mühsamen Gespräche am Runden Tisch hatten Anwohner, Musiker, Initiativen und Verwaltungsfachleute darüber diskutiert, wie die Kultur im Park und das Ruhebedürfnis der Anwohner miteinander in Einklang gebracht werden können.

SaveMauerpark, die als Initiative Musikern und Anwohnern vertreten, hatte umfangreiche Vorschläge gemacht. Die Petition der Initiative sammelte bis heute über 8500 Unterschriften, viele davon von Berlinern und von Nachbarn der umliegenden Kieze.

Die „Anti-Lärm“ Bürgerinitiative, die sich gebildet hatte, um betroffene Anwohner zu vertreten, hatte in den vielen Monaten den Runden Tisch nur verhalten genutzt, Kompromissvorschläge mehrfach blockiert und dem Bezirksamt sogar mit Klagen gedroht.

Der Bezirksbürgermeister hat nun seine Autorität in die Waagschale geworfen, um für die Saison 2019 praktikable und versöhnliche Lösungen zu finden.

Die neue Regelung für Musik wägt die Interessen der Anwohner wie des Kulturstandortes ab und bietet einen praktischen Rahmen für das laufende Jahr. Die Freunde des Mauerparks begrüssen die Regelung und werden das Bezirk Pankow gemeinsam mit der Kulturgemeinschaft Mauerpark bei der Umsetzung tatkräftig unterstützen.

Der Runde Tisch Mauerpark hat letztendlich eine dringend nötige Klärung bewirken können und wird auch weiterhin eine Plattform sein, auf der zusammen mit allen Akteuren praktikable Lösungen für auftretende Probleme erarbeitet werden können. Mit dem von allen eingebrachten Engagement ist es möglich Lösungen auch in schwierigen Interessenlagen zu finden.

Die Freunde des Mauerpark sind erleichtert, dass mit den nun für die Strassenmusik gefundene Regeln die Musik im Mauerpark (maßvoll) weiter spielen kann. Der Mauerpark kann sich als Kulturstandort weiterentwickeln und sein besonderen Charakter als sozio-kultureller Begegnungsort erhalten bleiben.

 

In der Presse:
Neue Regeln für den Mauerpark – Berliner Zeitung 8.5.2019
Neue Regel: Musik im Mauerpark… – Morgenpost 8.5.2019
Jauchzet gen Osten – Süddeutsche Zeitung 8.5.2019
Bezirksamt verkündet Mauerpark-Regeln – Prenzlberger-Stimme 8.5.
Singen Sie bitte in Richtung Osten! – RBB24 8.5.2019
Gesungen werden darf nur noch gen Osten – Tagesspiegel 8.5.2019

 

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Mitmachen: Online-Befragung zum Mauerpark

Freitag, 10. August 2018 um 20:00

Kaum eine Parkanlage wird so mit dem Berliner Lebensgefühl verbunden wie der Mauerpark im ehemaligen Grenzgebiet zwischen Ost- und Westberlin. Täglich nutzen mehrere Tausend Menschen den Park, gerade an den Wochenenden und im Sommer. Durch die besondere stadtkulturelle Identität ist der Park auch bei den Berlin-Touristen sehr beliebt.

Die intensive Nutzung des Parks hinterlässt inzwischen deutliche Spuren. Zu einer Entlastung für die Parkbesuchenden werden die etwa sieben Hektar Mauerpark-Erweiterungsfläche führen, die voraussichtlich ab 2020 zur Verfügung stehen.

Aus Fördermitteln des Programms „Zukunft Stadtgrün“ werden zusätzlich die bestehenden Grünflächen bis 2022 modernisiert, damit der Park auch künftig den steigenden Ansprüchen gewachsen ist.

Im ersten Schritt werden dazu in einer Machbarkeitsstudie mögliche Maßnahmen zur besseren Nutzbarkeit und Aufenthaltsqualität des Mauerparks erarbeitet. Hierzu können Anwohnende und die interessierte Öffentlichkeit ihre Ideen, Anregungen und Wünsche in einer Online-Befragung einbringen. Die Befragung läuft bis zum 21. September 2018.

Online Befragung
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Baustart für Stauraumkanal unterm Mauerpark

Mittwoch, 1. November 2017 um 16:06

Die Arbeiten für den Bau des Stauraumkanals unter dem Mauerpark beginnen jetzt. Der Tunnel unter der Schwedter Straße – dem gepflasterten Weg durch den Park – soll künftig bei starkem Regen 7.400 Kubikmeter Abwasser speichern und so Panke und Spree vor Verunreinigungen schützen.

In der ersten Bauphase vom 6. bis 21. November 2017 werden an der künftigen Startbaugrube für die Tunnelbohrmaschine an der Bernauer Straße zwei Gehwegüberfahrten hergestellt. Dafür werden in der Bernauer Straße in Richtung Westen eine Fahrspur gesperrt und der Gehweg vor dem Mauerpark auf drei Meter Breite verkleinert, sodass er für 15 Tage von Fußgängern und Radfahrern gemeinsam genutzt werden muss.

Parkzugang beiderseits der Baustelle möglich

In der zweiten Bauphase vom 22. November 2017 bis Ende April 2018 wird der Bauplatz für den Tunnelvortrieb mit der fast elf Meter tiefen Startbaugrube vorbereitet. Dazu werden die Treppenstufen sowie der Podest im Bereich Eberswalder/Schwedter Straße teilweise zurückgebaut. Der Zugang in den Mauerpark ist ab dann für die rund zweijährige Bauzeit beiderseits der Baustelle über einen neu errichteten provisorischen Zugang westlich des Mauerparks (vor dem Café Mauersegler) sowie über den Fußweg über die Böschung des Sportstadions auf der östlichen Seite möglich. In der Bernauer Straße stehen der Gehweg und die Fahrspur Richtung Westen wieder in voller Breite zur Verfügung.

Um den Mauerpark möglichst wenig zu beeinträchtigen, wird der 654 Meter lange Stauraumkanal mit einer Tunnelbohrmaschine unterirdisch vorangetrieben. Diese rund dreimonatige Phase beginnt im Mai 2018. In dieser Zeit wird der Bürgersteig vor der Baustelle gesperrt. Der Tunnelbohrer benötigt eine Start- und eine Zielbaugrube an der Bernauer bzw. an der Gleimstraße. In diesen beiden Gruben entsteht auch die Anbindung des neuen Speichertunnels an die Kanalisation der Wohngebiete im Umfeld sowie ein Entleerungspumpwerk.

Weitere Informationen finden Sie hier:
www.bwb.de/regen
www.bwb.de/presse

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Vorarbeiten für Stauraumkanal unterm Mauerpark

Freitag, 10. Februar 2017 um 14:14

Seit vielen Jahren planen die Berliner Wasserbetriebe den sogenannten „Stauraumkanal“ unter dem Mauerpark. Dieser 654 Meter langer Tunnel unterhalb des Pflasterwegs soll künftig bei starkem Regen 7.400 Kubikmeter Abwasser speichern und so Panke und Spree vor Verunreinigungen schützen.

Der Baustart ist für diesen  Sommer geplant. Bereits im Februar beginnen allerdings schon umfangreiche Vorarbeiten.

24 Bäume im südlichen Eingangsbereich gefällt

Zum Anlegen der südl. Baugrube und der Baustelleneinrichtung werden die Wasserbetreibe noch im Februar am Eingang des Mauerparks an der Bernauer Straße 24 Bäume fällen, für die nach Abschluss der Arbeiten in Abstimmung mit dem Bezirksamt Ersatz gepflanzt werden soll.

Neue Fussgängerampel und neue Verkehrsinsel

Unter der Bernauer Straße werden bestehende Leitungen z. T. umgelegt, damit der zukünftige Stauraumkanal dort an die Kanalisation angebunden werden kann. Die Baugrube nimmt Teile des Fußwegs sowie die rechte Fahrspur der Bernauer Straße in Richtung Schönhauser Allee ein.

Schienenersatzverkehr für M10 vom 7.  bis 20. März

Anfang März sollen die Gleise der Straßenbahn auf einer Länge von 94 Metern um drei Meter nach Norden verlegt werden. Vom 27. Februar bis zum 20. März steht wegen dieser Arbeiten für den Straßenverkehr nur eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung. Die Straßenbahnlinie M10 wird vom 7. bis zum 20. März verkürzt. Die Züge fahren zwischen den Haltestellen Warschauer Straße und Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Die BVG bietet einen Ersatzverkehr mit Bussen an.

Weitere Infos auf der Website der Berliner Wasserbetriebe und in der Anwohnerinformation vom 10.02.2017 (PDF).

Weitere Hintergründe zum Stauraumkanal in unserem Archiv.

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Im Mauerpark wird die Regenbogen-Legende wahr

Mittwoch, 25. Januar 2017 um 10:29

Noch vor einem Jahr sah es trostlos aus auf dem Regenbogenspielplatz im Mauerpark. Im Herbst 2015 wurde vom Bezirksamt Pankow das Klettergerüst als nicht mehr sicher eingestuft und unvermittelt mit Kettensägen beseitigt.

Den Freunden des Mauerparks war sofort klar, dass es nicht nur um einen fehlenden Spielplatz ging, sondern um ein Symbol des Brückenschlags und der Zusammenarbeit. Wir gewannen die Ideengeber, dem perspektivlosen Verlust nicht nur mit Protest zu begegnen, sondern konstruktiv für eine Wiederherstellung zu arbeiten.

Die Firma SIK-Holz hatte im Jahr 1998 für die technische und künstlerische Umsetzung aufgrund einer Idee der beiden Pastoren Rolf Martin und Heinz-Joachim Lohmann aus Lübeck einen Entwurf eines hölzernen, bespielbaren Regenbogens erarbeitet. Dieser wurde von Jugendlichen aus Ost- und Westdeutschland zusammen mit südafrikanischen Jugendlichen in Soweto als völkerverbindendes Projekt verwirklicht, ein Symbol für Aussöhnung, Vergebung und Neubeginn. Das Nachfolge-Objekt entstand dann schon ein Jahr später im Berliner Mauerpark an dem Ort, der bis 1989 zum Grenzbereich des geteilten Berlins gehörte. Seitdem wurden an zwölf Orten weltweit ähnliche Projekte verwirklicht, immer in gemeinsamer Aufbauarbeit von jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Die Bemühungen der Freunde des Mauerparks und das erneute Engagement der Firma SIK-Holz, den Initiatoren des ersten Regenbogens im Jahr 1999 konnten das Bezirksamt dazu bewegen – trotz leeren Bezirkskassen – den Wiederaufbau des Regenbogenspielplatzes zeitnah anzugehen.

Ohne die Spendenbereitschaft vieler Menschen im Sommer 2016, die ca. 7.000 Euro erbrachte wäre es jedoch nicht möglich gewesen, das Projekt mit seinem Ursprungs-Schwung zu verwirklichen. Angestoßen durch eine Spendenkampagne der Freunde des Mauerparks sammelten sich schnell große wie auch kleine Spenden. Es wurde schnell klar, daß das Interesse an einem Wiederaufbau bei den Bürgern groß war und bei so viel Unterstützung war der Bezirk Pankow nun auch bereit, die Finanzierung des Spielplatzes nach Kräften zu unterstützen.

Die dafür notwendigen Gespräche und die Überzeugungsarbeit konnten Dank der Konzeption und der Idee von Klaus-Peter und Claudia Gust schon im Sommer 2016 zum ersten, greifbaren Ergebnis führen.

Wir freuen uns sehr, dass erneut mit viel persönlichem Engagement der Beteiligten und dem Willen von Verwaltung und Einsatz der Firma SIK-Holz der erste Teil des neuen Regenbogens im Mauerpark nun wieder bespielbar ist. Beim Wiederaufbau haben wieder viele Jugendliche aus Deutschland und Afrika, diesmal zusammen mit fünf syrischen Flüchtigen geholfen – unterstützt durch die aktive Koordination und Betreuung durch die Freunde des Mauerparks.

Die im Frühjahr gestartete Spendensammlung und die damit verbundene vertragliche Verpflichtung unseres Vereins mit dem Bezirksamt, diesen Teil der Finanzierung des Gesamtprojektes zu verantworten wurde am Ende des Jahres 2016 noch mit einer großzügigen Spende in Höhe von zehntausend Euro aus dem Topf der Stiftung Kinderförderung Playmobil zum Abschluss gebracht! Mit dem nun gefundenen “goldenen Topf”, der nun gesicherten Stiftung Kinderförderung Finanzierung, kann im Jahr 2017 der zweite Bauabschnitt mit dem östlichen Teil des Regenbogens vollendet werden.

Sobald die Termine des zweiten Bauabschnitts feststehen werden wir über Möglichkeiten zur tatkräftigen Unterstützung durch Mitgestaltung informieren.

Allen SpenderInnen und Spendern gilt unser großer Dank ihren Beitrag geleistet zu haben für ein so weltumspannenden Vorhaben und im Kleinen viel Lebensfreude stiftendes Symbol.

von Bernd Krüger
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