Archiv für die Kategorie 'Planung'

Vorarbeiten für Stauraumkanal unterm Mauerpark

Freitag, 10. Februar 2017 um 14:14

Seit vielen Jahren planen die Berliner Wasserbetriebe den sogenannten „Stauraumkanal“ unter dem Mauerpark. Dieser 654 Meter langer Tunnel unterhalb des Pflasterwegs soll künftig bei starkem Regen 7.400 Kubikmeter Abwasser speichern und so Panke und Spree vor Verunreinigungen schützen.

Der Baustart ist für diesen  Sommer geplant. Bereits im Februar beginnen allerdings schon umfangreiche Vorarbeiten.

24 Bäume im südlichen Eingangsbereich gefällt

Zum Anlegen der südl. Baugrube und der Baustelleneinrichtung werden die Wasserbetreibe noch im Februar am Eingang des Mauerparks an der Bernauer Straße 24 Bäume fällen, für die nach Abschluss der Arbeiten in Abstimmung mit dem Bezirksamt Ersatz gepflanzt werden soll.

Neue Fussgängerampel und neue Verkehrsinsel

Unter der Bernauer Straße werden bestehende Leitungen z. T. umgelegt, damit der zukünftige Stauraumkanal dort an die Kanalisation angebunden werden kann. Die Baugrube nimmt Teile des Fußwegs sowie die rechte Fahrspur der Bernauer Straße in Richtung Schönhauser Allee ein.

Schienenersatzverkehr für M10 vom 7.  bis 20. März

Anfang März sollen die Gleise der Straßenbahn auf einer Länge von 94 Metern um drei Meter nach Norden verlegt werden. Vom 27. Februar bis zum 20. März steht wegen dieser Arbeiten für den Straßenverkehr nur eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung. Die Straßenbahnlinie M10 wird vom 7. bis zum 20. März verkürzt. Die Züge fahren zwischen den Haltestellen Warschauer Straße und Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Die BVG bietet einen Ersatzverkehr mit Bussen an.

Weitere Infos auf der Website der Berliner Wasserbetriebe und in der Anwohnerinformation vom 10.02.2017 (PDF).

Weitere Hintergründe zum Stauraumkanal in unserem Archiv.

Abgelegt von Allgemein, Planung
von Mauerpark Redaktion

Im Mauerpark wird die Regenbogen-Legende wahr

Mittwoch, 25. Januar 2017 um 10:29

Noch vor einem Jahr sah es trostlos aus auf dem Regenbogenspielplatz im Mauerpark. Im Herbst 2015 wurde vom Bezirksamt Pankow das Klettergerüst als nicht mehr sicher eingestuft und unvermittelt mit Kettensägen beseitigt.

Den Freunden des Mauerparks war sofort klar, dass es nicht nur um einen fehlenden Spielplatz ging, sondern um ein Symbol des Brückenschlags und der Zusammenarbeit. Wir gewannen die Ideengeber, dem perspektivlosen Verlust nicht nur mit Protest zu begegnen, sondern konstruktiv für eine Wiederherstellung zu arbeiten.

Die Firma SIK-Holz hatte im Jahr 1998 für die technische und künstlerische Umsetzung aufgrund einer Idee der beiden Pastoren Rolf Martin und Heinz-Joachim Lohmann aus Lübeck einen Entwurf eines hölzernen, bespielbaren Regenbogens erarbeitet. Dieser wurde von Jugendlichen aus Ost- und Westdeutschland zusammen mit südafrikanischen Jugendlichen in Soweto als völkerverbindendes Projekt verwirklicht, ein Symbol für Aussöhnung, Vergebung und Neubeginn. Das Nachfolge-Objekt entstand dann schon ein Jahr später im Berliner Mauerpark an dem Ort, der bis 1989 zum Grenzbereich des geteilten Berlins gehörte. Seitdem wurden an zwölf Orten weltweit ähnliche Projekte verwirklicht, immer in gemeinsamer Aufbauarbeit von jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Die Bemühungen der Freunde des Mauerparks und das erneute Engagement der Firma SIK-Holz, den Initiatoren des ersten Regenbogens im Jahr 1999 konnten das Bezirksamt dazu bewegen – trotz leeren Bezirkskassen – den Wiederaufbau des Regenbogenspielplatzes zeitnah anzugehen.

Ohne die Spendenbereitschaft vieler Menschen im Sommer 2016, die ca. 7.000 Euro erbrachte wäre es jedoch nicht möglich gewesen, das Projekt mit seinem Ursprungs-Schwung zu verwirklichen. Angestoßen durch eine Spendenkampagne der Freunde des Mauerparks sammelten sich schnell große wie auch kleine Spenden. Es wurde schnell klar, daß das Interesse an einem Wiederaufbau bei den Bürgern groß war und bei so viel Unterstützung war der Bezirk Pankow nun auch bereit, die Finanzierung des Spielplatzes nach Kräften zu unterstützen.

Die dafür notwendigen Gespräche und die Überzeugungsarbeit konnten Dank der Konzeption und der Idee von Klaus-Peter und Claudia Gust schon im Sommer 2016 zum ersten, greifbaren Ergebnis führen.

Wir freuen uns sehr, dass erneut mit viel persönlichem Engagement der Beteiligten und dem Willen von Verwaltung und Einsatz der Firma SIK-Holz der erste Teil des neuen Regenbogens im Mauerpark nun wieder bespielbar ist. Beim Wiederaufbau haben wieder viele Jugendliche aus Deutschland und Afrika, diesmal zusammen mit fünf syrischen Flüchtigen geholfen – unterstützt durch die aktive Koordination und Betreuung durch die Freunde des Mauerparks.

Die im Frühjahr gestartete Spendensammlung und die damit verbundene vertragliche Verpflichtung unseres Vereins mit dem Bezirksamt, diesen Teil der Finanzierung des Gesamtprojektes zu verantworten wurde am Ende des Jahres 2016 noch mit einer großzügigen Spende in Höhe von zehntausend Euro aus dem Topf der Stiftung Kinderförderung Playmobil zum Abschluss gebracht! Mit dem nun gefundenen “goldenen Topf”, der nun gesicherten Stiftung Kinderförderung Finanzierung, kann im Jahr 2017 der zweite Bauabschnitt mit dem östlichen Teil des Regenbogens vollendet werden.

Sobald die Termine des zweiten Bauabschnitts feststehen werden wir über Möglichkeiten zur tatkräftigen Unterstützung durch Mitgestaltung informieren.

Allen SpenderInnen und Spendern gilt unser großer Dank ihren Beitrag geleistet zu haben für ein so weltumspannenden Vorhaben und im Kleinen viel Lebensfreude stiftendes Symbol.

von Bernd Krüger
Kommentare sind derzeit nicht möglich

Bürokratensachverstand erschlägt Bürgereinwand!

Sonntag, 20. September 2015 um 12:50

mauerpark-bebauung

In der Pressemitteilung des Landes Berlin vom 15. September 2015 heißt es „Der Senat hat heute auf Vorlage von Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Andreas Geisel beschlossen, den Entwurf des Bebauungsplans 1-64a VE dem Abgeordnetenhaus zur Zustimmung vorzulegen. Der Geltungsbereich umfasst eine ca. 3,7 ha große ehemalige Bahn- und Gewerbefläche nördlich der Gleimstraße“. Deshalb wird sich der Bauausschuss des Abgeordnetenhauses am 30. September damit befassen.

Der Senat, der ja das Bebauungsplanverfahren wegen besonderer stadtpolitischer Bedeutung vom Bezirk an sich gezogen hatte, macht Tempo. Die über 700 zum Teil sehr hochpreisigen Wohnungen müssen so schnell wie möglich her, heißt, gebaut werden. Alle Sorgen der Anwohner und vieler Bürger, dass Masse und Dichte der Bebauung nicht zum Mauerpark passt, sind weggewischt. Man braucht kein durchgängiges „Grünes Band“ (sonst ein Lieblingsprojekt des Umweltsenats). Sollen doch die Sechsgeschosser dicht an die Spiel- und Tierwelt der Jugendfarm Moritzhof heranrücken. Lass sich doch an der zu engen Zufahrt vom Gleimtunnel in das große Wohngebiet ein Verkehrschaos entwickeln.

Solche Bedenken – und viele andere – sind in 39.000 oder mehr Einwendungen zum Bebauungsplan eingebracht worden. Und was ist die Antwort? Jetzt ist sie auf 409 Seiten als Stellungnahme der Senatsverwaltung da und dem Abgeordnetenhaus zugeleitet worden. Die Mitglieder des Bauausschusses werden sich vielleicht eine halbe Stunde dem Sachverhalt zuwenden können und dann abstimmen. Wer von ihnen wird das Konvolut selber gelesen haben? Also wird sicher per Fraktionsbeschluss von oben zumindest mit der Koalitionsmehrheit das Vorhaben der Bebauung „durchgewunken“.

Und wie ist den Bürgerinnen und Bürger zumute, vor allem denen, die sich die Mühe gemacht haben, selbst eine Einwendung zu verfassen: Sie sind von 409 Seiten ausgefeilter planungskundiger Bürokratenarbeit (PDF, 80MB) erschlagen. Wie sollen Sie in weniger als zwei Wochen darauf reagieren können? Inhaltlich werden, wie nicht anders zu erwarten, alle Einwände „gründlich widerlegt“. Alles, was der Bebauungsplan für die Wohnbebauung formuliert, erscheint plausibel – es erscheint so?

Ist also alles paletti – oder? Es bleibt eine große Diskrepanz zwischen allwissender behördlicher Planungskultur und dem aus dem gelebten Alltag vorhandenen „Laiensachverstand“ der Bürger und Bürgerinnen. Hat letzterer, nur, weil er sich aus täglicher Erfahrung und gesundem Nachdenken darüber wie auch aus berechtigten Wünschen an einen besseren Lebensraum speist, kein Gewicht?

Bei spektakulären Projekten wie der Stadtmittediskussion „Alte Liebe – Neue Mitte“ und dem Moderationsprozess Tempelhofer Feld scheinen Senator Geisel und der Senat zu verstehen beginnen, dass man Ideen und Sorgen der Öffentlichkeit ernst nehmen sollte. Deshalb tritt man mit der Zivilöffentlichkeit in einen Dialog ein. Beim Bebauungsplan zur Nordbebauung am Mauerpark aber war und ist das glatte Fehlanzeige.

Wie soll da Vertrauen zu Regierenden und Verwaltung wachsen?

von Rainer Krüger
Kommentare sind derzeit nicht möglich

Informationsveranstaltung zum Abwasserspeicher

Donnerstag, 27. August 2015 um 16:52

stauraumkanal

Zu einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand beim Bau eines Abwasserspeichers unter dem Mauerpark laden der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Jens-Holger Kirchner (Bü90/Grüne), die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, die Berliner Wasserbetriebe und der Bürgerverein Gleimviertel ein.

Auf der Veranstaltung werden die Anwohner, Parkbesucher und Gewerbetreibende von den Berliner Wasserbetrieben über den aktuellen Stand zum beauftragten Verkehrsgutachten und zur vorliegenden Ausführungsplanung informiert.

Alle Betroffenen und Interessierten sind herzlich willkommen.

Wann: Donnerstag, 10. September 2015 um 19 Uhr
Wo: Kieztreff Gleimviertel, Kopenhagener Straße 50, 10437 Berlin

Foto oben: Machbarkeitsstudie, P2MBerlin

Abgelegt von Allgemein, Planung
von Mauerpark Redaktion
Kommentare sind derzeit nicht möglich

Achtung Baustelle: Probebohrungen im Mauerpark

Mittwoch, 10. Juni 2015 um 20:11

mauerpark_bohrungen_IMG_9446

In den kommenden Wochen werden Probebohrungen für den geplanten Stauraumkanal im Mauerpark entlang der Schwedter Straße durchgeführt. Die Probebohrungen und Probeschlitze dienen zur Erkundung des Grundwasserpegels, eventueller Altlasten und möglicherweise nicht dokumentierter Leitungen oder anderen Hindernissen.

Der Zugang zum Mauerpark bleibt (auch für Radfahrer) jederzeit gewährleistet – an den Wochenenden finden keine Arbeiten statt.
Die Probebohrungen sollen Mitte Juli 2015 abgeschlossen sein. Die eigentliche Grossbaustelle – der geplante Stauraumkanal im Mauerpark – soll nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe 2017 starten.

Die Freunde des Mauerparks setzen sich für einen weiteren, intensiven Dialog zwischen den Berliner Wasserbetrieben, den Parknutzern und Anwohnern im Rahmen der Planung und Durchführung der Bauarbeiten ein.

Abgelegt von Planung
von Mauerpark Redaktion
Kommentare sind derzeit nicht möglich

Thematische Stunde zum Mauerpark in BVV-Mitte

Mittwoch, 18. März 2015 um 08:58

bvv-25-11-09

Der Mauerpark-Bebauungsplan (1-64a VE) wird am Donnerstag, den 19.03.2015, Thema in der BVV-Mitte. In einer „Thematischen Stunde“ werden die Übernahmepläne der Senatsverwaltung und die Haltung der BVV-Mitte diskutiert.

Eine Übernahme der B-Pläne durch die Senatsverwaltung hätten gravierende Auswirkungen auf das bezirkliche Bürgerbegehren „100% Bürgerbeteiligung – 100% Mauerpark“ und wären ein Affront gegen die Bürgerbeteiligungskultur in Berlin.

In einem gemeinsamen Antrag fordern deshalb GRÜNE und LINKE: 
Mauerpark: Der Bezirk bleibt verfahrensverantwortlich! (PDF 130kB)

Die Bürger und Inititativen werden mit grossem Interesse teilnehmen!
Die BVV-Sitzung ist öffentlich.

Wann: Donnerstag, 19.03.2015 ab ca. 18 Uhr
Wo: BVV-Saal, Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin

Abgelegt von Allgemein, Planung, Politik
von Mauerpark Redaktion

Mauerpark: 39.000 Stimmen gegen die Bebauung

Dienstag, 17. März 2015 um 10:55

uebergabe-einwendungen_440

Am Montag (16.03.2015) endete die Frist für Stellungennahmen zum Mauerpark-Bebauungsplan (1-64a VE). Die Mauerpark-Allianz übergab in einer bunten Aktion dem Bezirksstadtrat Carsten Spallek die gesammelten Einwände mit einem eindringlichen Appell, die Einwände der Bürger ernst zu nehmen.

Mit den gesammelten 39.000 Einwendungen gegen den Mauerpark-Bebauungsplan (1-64a VE) geht ein starkes Signal an den Bezirk Mitte und auch die Senatsverwaltung.
Es sind nicht wie von Senator Geisel angeführt Partikularinteressen einzellner Anwohner – es ist eine breite Ablehung in der Berliner Bevölkerung deutlich zum Ausdruck gekommen.

Nicht nur die beeindrucke Anzahl der Einwände, auch die inhaltlichen Begründungen sprechen deutlich gegen den Bebauungsplan-Entwurf 1-64a VE. Das Bezirksamt Mitte und die Senatsverwaltung werden sich nun mit den Einwendungen auseinander setzen müssen.

Am Donnerstag (19.03.2015) steht der Mauerpark-Bebauungsplan erneut auf der Tagesordnung der BVV-Mitte:
B-Plan Mauerpark – Der Bezirk bleibt verfahrensverantwortlich!
B-Plan Mauerpark demnächst nicht mehr in diesem Theater!?

In der Presse:
39.000 schriftliche Einwände – RBB-Abendschau 16.03.2015
39.000 Stimmen gegen die Bebauung – Berliner Zeitung 17.03.15
Bürger reichen Einwände gegen Mauerpark ein – ND 17.03.15

Foto oben: Hartmut Bräunlich

Abgelegt von Allgemein, Planung, Politik
von Mauerpark Redaktion
Kommentare sind derzeit nicht möglich

Your Mauerpark needs you! Make your voice heard!

Sonntag, 1. März 2015 um 09:00

The Mauerpark is a place for people from all over the world,
but building tycoons just see it as prime land for development. 

Developers are planning to build over 700 apartments at the northern part of the Mauerpark.  The Freunde des Mauerparks e.V. are resolutely against developing the area to the north of the Gleimstrasse tunnel in the way proposed. We have only a few weeks to halt these development plans.

The Groth Group’s plans are unacceptable for many reasons:

  • The Mauerpark has become an important and popular place that is used for a diverse range of activities. It needs room to breathe and so do the people who live near it. We must preserve green space that is vital to the quality of life in our neighborhood.
  • Moritzhof city farm is both educational and fun and is much loved by local children and adolescents. The proposed development will completely overshadow the farm and its surrounding area.
  • A roundabout on Gleimstrasse providing access to the new housing would cause further traffic chaos and have a very negative impact on residents.

Please spend 5 minutes to tell the planning authorities that you object!

Register your support for the Mauerpark and write a formal objection to these development plans.  The Borough authorities are obliged to look at each objection.

You can submit your objections online or write them at our information stand. If you don’t speak German, write in your own language but be sure to copy these words as your title:  “Bebauungsplan-1-64a VE – Einwendung
 

Write a formal objection

 

Guidance notes for non-German speakers:
Ihre Stellungnahme : Write your objections in this box
Ihr Name: Write your full name
Straße, Hausnummer: Your street address
PLZ Ort: City/town and zip/post code, country
Ihre E-Mail-Adresse: Email address
Giving your email and street address will oblige the authorities to tell you the outcome.

 

Abgelegt von Allgemein, Planung, Politik
von Mauerpark Redaktion
Kommentare sind derzeit nicht möglich