Vögel

Im Mauerpark werden regelmäßig mehr als 30 Vogelarten gesichtet, gut die Hälfte davon als Brutvögel. Einige sind in Berlin von einem starken Bestandsrückgang betroffen oder bereits gefährdet: der Feldsperling, der Girlitz, der Sumpfrohrsänger und der Turmfalke.

Entscheidend für alle Vogelarten ist die ökologische Wertigkeit ihres Lebensraums, er muss Nahrung, Raum für Rückzug und Nistmöglichkeiten bieten. Dem hohen Nutzungsdruck im Park lässt sich durch Ausgleichsmaßnahmen, d.h. Aufwertung in weniger frequentierten Bereichen begegnen.

Buschbrüter wie die Klappergrasmücke und Bodenbrüter wie die Nachtigall sind auf eine naturnahe Gestaltung und fachgerechte Pflege der Hecken angewiesen. Höhlenbrüter (z.B. Kohl- und Blaumeise) nehmen gern Nistkästen an, da wenig natürliche Alternativen wie Altbäume existieren.

Nischen- und Halbhöhlenbrüter (z.B. der Hausrotschwanz) wählen geschützte Plätze an umliegenden Gebäuden, wo auch die Felsenbrüter Mauersegler und Mehlschwalbe nisten. Die Feldsperlinge haben im Park ältere Straßenlaternen bezogen.

Für die Parkbesuchenden besonders sichtbar sind Vögel, die sich oft am Boden aufhalten und eine geringe Fluchtdistanz haben. Dazu gehören Amsel, Elster, Haussperling, Nebelkrähe und Star. Sie sind auch Beispiele für Arten mit hoher ökologischer Toleranz.

Den prominentesten Gesang im Park haben Amsel, Mönchsgrasmücke und Nachtigall. Letztere singt im Frühsommer bis tief in die Nacht, ebenso wie Rotkehlchen und Sumpfrohrsänger. Der Hausrotschwanz ist ein Frühaufsteher, sein Reviergesang ertönt morgens als erstes.

Der Verein fordert den Erhalt und die Aufwertung des Parks als Lebensraum für Vögel und steht dazu im Dialog mit den zuständigen Stellen. In Zusammenarbeit mit der Initiative Morgenvogel wurden zahlreiche Nistkästen im Park angebracht, die regelmäßig gereinigt werden.

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