Natur

Der Mauerpark prägt maßgeblich die Ökologie und das Stadtklima an der Grenze zwischen den Stadtteilen Prenzlauer Berg und Gesundbrunnen.

Er ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen und trägt damit zum Artenschutz und zum Erhalt der Biodiversität bei. Er hält Regenwasser zurück, bindet Staub und Kohlendioxid, kühlt und befeuchtet die Luft und produziert Sauerstoff: Luftqualität und lokales Klima werden so entscheidend verbessert.

Der Lebensraum Mauerpark ist durch ein Mosaik an Biotoptypen gekennzeichnet. Wiesen, Hecken, Sträucher, Bäume und ein Röhrichtbestand bilden Lebensgemeinschaften mit den Tierarten, die sie für Nahrungssuche, Fortpflanzung und Rückzug nutzen. Durch die kleinteiligen Strukturen wird eine hohe Artenvielfalt begünstigt.

Vor dem Hintergrund der intensiven Landnutzung in der freien Flur stellt städtisches Grün einen wichtigen Ersatzlebensraum dar. Die Verbindung der verschiedenen Flächen untereinander ist erforderlich für die Vernetzung von Populationen wenig mobiler Arten. Der Mauerpark grenzt unmittelbar an das Bahngelände des Nordkreuzes mit seinem üppigen Bewuchs und ist so an einen schmalen Grünzug bis zum Naturpark Barnim angebunden.

Der Verein Freunde des Mauerparks e.V. hat sich das Ziel gesetzt, die biologische Vielfalt des Mauerparks durch spezifische Maßnahmen zu erhalten und zu fördern. Dazu gehören u.a. die Kartierung von Brutvogelrevieren und das Anbringen von Nistkästen. Durch Information der Parknutzenden und Cleanup Days lenkt er die Aufmerksamkeit auf den Park als Lebensraum.

Der Verein versteht sich als aktiver Teilnehmer im Dialog der Stadtgesellschaft mit Verwaltung und Mandatsträgern. In Bezug auf die Natur des Parks begleitet er konstruktiv die Vorhaben der Senatsverwaltung, des Bezirksamtes und der Grün Berlin und bringt sich in Entscheidungsprozesse ein. Er fordert ein Animal Aided Design bei allen Gestaltungsmaßnahmen im und um den Park herum, d.h. eine Berücksichtigung der Habitatansprüche von Wildtierarten in der Stadt.

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