Karaoke und Mauerpark gehören einfach zusammen

von Chris Charlesworth am 11. März 2019

Der Mauerpark ist weitaus mehr als ein Park. Zur Erinnerung: er heisst so, weil früher DIE Mauer mit ihrem sogenannten Todesstreifen hier durchlief.

Jetzt strömen aber jeden Sonntag Menschen aus aller Welt hierher, wie natürlich auch Alt- und Neuberliner. Der Mauerpark ist zu einem Ort der Begegnung geworden, der weltweit seinesgleichen sucht. Denn es wird viel für mehr Miteinander im Alltag plädiert – insbesondere in der Politik. Aber Sonntags im Mauerpark findet gelebtes Miteinander statt: Nicht vorgegeben und in keiner Weise gestaltet, sondern spontan und ausgesprochen friedlich.

Das Karaoke ist das Herz des Mauerparks. Ermutigt durch Gareth, der das Ganze vor 10 Jahren ins Leben rief und gerne weitermachen will, darf jeder und jede mitmachen. Ausgrenzung kennt die Karaokebühne nicht. Ob jung, alt, aus dem Inland oder Ausland, mit musikalischem Talent oder nicht, hier wird man gehört. Und die vielen Zuschauern sind immer wohlgesonnen und ermutigend. Dadurch wird eine positive und beseelende Atmospäre erzeugt, die einem wieder Hoffnung für die Menschheit gibt. Ein Artikel im New York Times nannte den Karaoke im Mauerpark „Eines der unvergesslichsten Erlebnisse Berlins.“

Zum Miteinander gehört selbstverständlich Rücksicht auf Anwohner und das Einhalten von Sicherheitsvorschriften. Die öffentlichen Stellen müssen ihren Blick auch darauf richten. Aber mit allem Respekt dafür, dürfen wir nicht vergessen, dass Berlin Weltstadt geworden ist und dass der Mauerpark seinen einzigartigen Beitrag dazu leistet. Lasst uns nicht in provinzielle Kleinkriege verfallen, sondern weiterhin als Beispiel dafür stehen, dass Menschen Grenzen und Trennung überwinden können.

 

In der Presse:
Mauerpark-Karaoke gerettet – Berliner Abendblatt 23.3.2019
Pankow will Karaoke genehmigen – RBB24 14.3.2019
Karaoke findet doch noch statt – Berliner Zeitung 14.3.2019
Bezirksverwaltung überprüft Verbot – Morgenpost 13.3.2019
Bezirk will das Verbot noch mal prüfen – BZ 12.3.2019
Wasserbetriebe sehen kein Problem – Tagesspiegel 12.3.2019
Bezirk verbietet Sonntagsshow – Berliner Zeitung 12.3.2019
Bezirk verbietet Karaoke – BZ 12.03.2019
Karaoke fällt Baustelle zum Opfer – Morgenpost 7.3.2019
Bezirk stoppt legendäres Karaoke – RBB24 7.3.2019

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von Chris Charlesworth

Runder Tisch Mauerpark #3 im Rathaus Pankow

von Mauerpark Redaktion am 26. Januar 2019

Dienstag, 29.01.2019, 17:30 – 20:30 Uhr
Rathaus Pankow, Breite Straße 24A-26, 13187 Berlin
im Großen Saal

Das Bezirksamt Pankow lädt am Dienstag, dem 29. Januar 2019 um 17:30 Uhr in den Großen Saal des Rathauses Pankow, Breite Straße 24-26, 13187 Berlin, zum dritten Runden Tisch Mauerpark ein.

Auf Grundlage der Verabredungen in den ersten beiden Veranstaltungen soll nun über eine mögliche Aktualisierung der bestehenden Parkregeln, die Einrichtung von Funktionsbereichen für die verschiedenen Nutzungen im Park sowie den Einsatz von Parkläufer*innen debattiert werden.

Ziel des dritten Runden Tisches ist es, mit allen Beteiligten eine dauerhafte Lösung zu finden und mögliche Maßnahmen zu definieren, die ein gutes Miteinander zwischen Anwohnenden und Kulturschaffenden ermöglichen.

Erwartet werden Vertreter*innen aus Bezirkspolitik, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft, der Bezirksbürgermeister von Pankow, Sören Benn (Die Linke), wird ebenfalls teilnehmen. Organisiert wird die Veranstaltung vom neu gegründeten Büro für Bürgerbeteiligung.

Protokolle der ersten beiden Treffen sind abrufbar unter:
www.berlin.de/ba-pankow/

Infos zu den Initiatoren des Runden Tisch Mauerpark:
www.mauerparkkultur.de

Appell der Freunde des Mauerparks:
www.mauerpark.info/2018/10/kultur-des-miteinanders/

In der Presse:
Berliner Zeitung – Bekommt der Mauerpark Schallschalen? – 31.01.19
Morgenpost – Mauerpark-Karaoke auf dem Prüfstand – 31.01.19

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Tipps für die Silvesterfeier im Mauerpark

von Mauerpark Redaktion am 31. Dezember 2018

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2018 war ein aufregendes Jahr für den Mauerpark und auch 2019 wird noch einige Überraschungen bereit halten.

An alle, die Silvester im Mauerpark feiern wollen, haben wir eine Bitte:

Nehmt Rücksicht – verzichtet auf Böller und Raketen.

Im Mauerpark leben viele Tiere, die durch Lärm, Qualm und Feuerblitzen aufgeschreckt werden. Gönnt den Tieren diese wenigen Rückzugsmöglichkeiten in dieser lauten Nacht.

Auch unsere (menschlichen) Artgenossen sind keine geeigneten Zielscheiben für selbst gebaute Raketen oder Knaller. Feiert ausgelassen, aber überschätzt nicht euren Mut oder euer Geschick.

Nehmt leere Verpackungen, Flaschen und Becher wieder mit.

Gegenseitiger Respekt und das Engagement für unseren urbanen Freiraum bleiben unser Motto auch für 2019.

Die Freunde des Mauerparks wünschen einen Guten Rutsch!

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Mauerpark: Stauraumkanal-Tour am 10. & 11. Nov.

von Mauerpark Redaktion am 4. November 2018

Der Tunnel für den Stauraumkanal unter dem Mauerpark ist fertig gebohrt: 654 Meter lang zwischen Bernauer- und Gleimstraße.

Die Berliner Wasserbetriebe bieten am 10. und 11. November eine Begehung an, in voller Länge und in festen Schuhen.

Hier geht´s zur Anmeldung.

Anwohner mit Code „Bürgerrichtfest-Anwohner“, für alle anderen Anmeldungen gilt der der Code „Berliner“

 

 

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Über die Kultur des Miteinanders im Mauerpark

von Mauerpark Redaktion am 3. Oktober 2018

Die heißen Monate im Mauerpark sind für dieses Jahr vorbei, so dass nun auch die Frequenz von Menschen, Musik und Protest-Mobilisierung eine ganz natürliche Beruhigung erfahren dürfte.

Zeit also für eine Bilanz, die bei allen Beteiligten wie Anwohnerschaft, Straßenmusikern im Park und rundherum, Grünflächenverwaltung, Ordnungsamt, Polizei und Bezirkspolitik zu intensivem Austausch und Gesprächen geführt hat.

Fast alle sind über die derzeitige Situation frustriert:

  • Musizieren ohne Verstärker ist im Mauerpark zwar weiterhin erlaubt, ist aber für Straßenmusiker nicht praktikabel.
  • Das Ordnungsamt hat keine Kapazitäten, die Musiker und Parknutzer auf die Einhaltung der Regeln hinzuweisen.
  • Polizei und Ordnungsamt verfügen nicht über geeignete Messtechnik und müssen jeder, auch subjektiven, Störung nachgehen.
  • Lärmgeplagte Anwohner fühlen sich im Stich gelassen – können nur auf Regen oder sinkende Temperaturen hoffen.

An unserem Infostand im Mauerpark wie auch im Internet wurde es bei der Diskussion schnell emotional. Das Gefühlte stand im Vordergrund. Mit allem Respekt dafür, ist es aber dringend nötig die Fakten zu beleuchten, um gemeinsam Lösungen zu finden:

  • Wie groß ist die Beeinträchtigung  der lärmgeplagten Nachbarn?
  • Welche  Straßenzüge und welche Wohnungen dort sind betroffen?
  • Welche auch ggf. Mauerpark-unabhängigen Bedingungen tragen dazu bei, dass das das Gefühl der Störung entsteht?
  • Werden unterschiedliche Verursacher und Uhrzeiten berücksichtigt?
  • Wie können Parknutzer dazu beitragen, dass es bei den Nachbarn zu weniger Störungen kommt?
  • Was könnte baulich gemacht werden, um den Schallschutz zu verbessern?

Zur Klärung der Fragen ist ein Dialog auf Augenhöhe sinnvoll, in dem alle Beteiligten ihre Standpunkte und ihre Bedürfnisse erläutern können. Der im September von der Kulturgemeinschaft ins Leben gerufene „Runde Tisch Mauerpark“ bietet dafür ein geeignetes Kommunikationsforum, in dem nun regelmässig die verschieden Probleme diskutiert und Lösungen entwickelt werden können.

Die Politik ist gefordert, daraus konkrete Vorgaben für die Verwaltung zu formulieren, wie der Sozialraum und Kulturstandort Mauerpark einerseits erhalten werden kann und anderseits die Anwohner wirkungsvoll vor extremen Belästigungen durch rücksichtsloses Verhalten geschützt werden können.

Professionelle Ansprechpartner wären dafür im Park wünschenswert, die die Aufgabe hätten, für ein rücksichtsvolleres Miteinander zu sorgen.  Mit dem Projekt „Respekt für die Nachbarschaft“ ging die Kulturgemeinschaft Mauerpark bereits in Eigeninitiative einen ersten Schritt in diese Richtung (Informationsschilder auf den Gehwegen und Eingängen und Gespräche mit den Strassenmusikern).

Der Mauerpark, der bisher von vielfältiger Kultur und vornehmlich freundlichem Miteinander geprägt ist, sollte nicht zu einem Schauplatz von Nutzungskonflikten und der Ausgrenzung von Nutzergruppen verkommen. In seiner langen Geschichte hat sich der Mauerpark vom Todesstreifen zum international geschätzten Ort der Begegnung entwickelt und in diesem Geiste sollten auch die aktuellen Diskussionen geführt werden – mit Herz und nicht mit der geballten Faust.

Die Freunde des Mauerparks werden diesen Dialog gemeinsam mit der Kulturgemeinschaft Mauerpark fördern und sich für gemeinsame Lösungen im Interesse aller Nutzergruppen einsetzen.

In der Presse:
Berliner Zeitung – Bekommt der Mauerpark Schallschalen? – 31.01.19
Morgenpost – Mauerpark-Karaoke auf dem Prüfstand – 31.01.19
taz – Erdbeere nur am Samstag – 1.1.2019
Morgenpost – Pankow will Straßenmusik im Mauerpark – 7.11.2018
Prenzlberger-Ansichten – Inseln für Musik und Kunst – 4.11.2018
Berliner Zeitung – Stress auf der Mauerpark-Spielwiese – 25.10.2018
Berliner Zeitung – Kommentar zum Mauerpark – 25.10.2018
Morgenpost – Inseln für Musiker im Mauerpark – 17.10.2018
taz – Der Mauerpark droht zu verstummen – 21.09.2018
Morgenpost – Streit um Musiker droht zu eskalieren – 20.09.2018

von Mauerpark Redaktion
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Demo am 14.10. unter dem Motto „Musik verbindet“

von Mauerpark Redaktion am 15. September 2018

Seit vielen Jahren ist der Mauerpark sonntags ein beliebter Treffpunkt für Anwohner, Besucher, Künstler und Strassenmusiker. Neben Flohmarkt, Karaoke sind vor allem die Strassenmusiker wichtiger Teil der Mauerpark-Kultur am Sonntag.

Seit mehreren Wochen werden Musiker, die jahrelang unbehelligt musizieren konnten, auf Drängen von Anwohnern angezeigt, gegen sie Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und teilweise auch Equipment konfisziert.

Eine kreative Gemeinschaft aus Mauerparkbesuchern, -anwohnern und Musikern will nun auf die Situation aufmerksam machen und laden am Sonntag unter dem Motto „Musik verbindet“ zur mittlerweile fünften Kundgebung in den Mauerpark ein.

Demo

Wann: Sonntag 14.10.2018 ab 14 Uhr
Wo: Im Mauerpark auf der grossen Wiese

Weitere Infos:
instagram.com/SaveMauerpark
facebook.com/SaveMauerpark
twitter.com/SaveMauerpark

 

In der Presse:
Morgenpost – Streit um Musiker droht zu eskalieren – 20.09.2018
taz – Der Mauerpark droht zu verstummen – 21.09.2018

 

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Mitmachen: Öffentlicher Parkspaziergang

von Mauerpark Redaktion am 22. August 2018

Wie soll sich der Mauerpark in Zukunft entwickeln? Wo liegen die Stärken und Schwächen? Welche Angebote fehlen und welche sollten unbedingt erhalten oder verbessert werden?

Einladung zum öffentlichen Parkspaziergang 
Wann: Freitag 24.8.2018 um 16.00 Uhr
Treffpunkt: Tops- Ecke Cantianstraße

Bei dem Rundgang möchten sich Vertreter von Planungsbüro, Bezirksamt, Senatsverwaltung und Grün-Berlin mit den Parknutzern über Ihre Einschätzungen und Vorstellungen zur Weiterentwicklung des Mauerparks und seiner unterschiedlichen Orte austauschen.

Die Ideen und Vorschläge fliessen in eine Machbarkeitsstudie zur Qualifizierung des bestehenden Mauerparks mit Falkplatz und Umgebung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks ein.

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Mitmachen: Online-Befragung zum Mauerpark

von Mauerpark Redaktion am 10. August 2018

Kaum eine Parkanlage wird so mit dem Berliner Lebensgefühl verbunden wie der Mauerpark im ehemaligen Grenzgebiet zwischen Ost- und Westberlin. Täglich nutzen mehrere Tausend Menschen den Park, gerade an den Wochenenden und im Sommer. Durch die besondere stadtkulturelle Identität ist der Park auch bei den Berlin-Touristen sehr beliebt.

Die intensive Nutzung des Parks hinterlässt inzwischen deutliche Spuren. Zu einer Entlastung für die Parkbesuchenden werden die etwa sieben Hektar Mauerpark-Erweiterungsfläche führen, die voraussichtlich ab 2020 zur Verfügung stehen.

Aus Fördermitteln des Programms „Zukunft Stadtgrün“ werden zusätzlich die bestehenden Grünflächen bis 2022 modernisiert, damit der Park auch künftig den steigenden Ansprüchen gewachsen ist.

Im ersten Schritt werden dazu in einer Machbarkeitsstudie mögliche Maßnahmen zur besseren Nutzbarkeit und Aufenthaltsqualität des Mauerparks erarbeitet. Hierzu können Anwohnende und die interessierte Öffentlichkeit ihre Ideen, Anregungen und Wünsche in einer Online-Befragung einbringen. Die Befragung läuft bis zum 21. September 2018.

Online Befragung
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von Mauerpark Redaktion
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