Freunde des Mauerparks e.V.

Mauerpark

Park

Vom Güterbahnhof über die Mauer zum Mauerpark

Früher befand sich dort ein Güterbahnhof, dann die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin.
Nach dem Fall der Mauer entwickelte sich erste Spontanvegetation, Anwohner pflanzten Bäume am Falkplatz.

Anfang der Neunziger Jahre wurde der Mauerpark als Erholungsfläche für die Bewohner von Prenzlauer Berg und Wedding geplant, als grüne Brücke zwischen Ost und West. Anders als traditionelle Grünanlagen ist der ehemalige Todesstreifen bewusst sparsam gestaltet; inmitten dicht bebauter Wohngebiete genießt man hier die Weite des Horizonts.

Die Allianz Umweltstiftung förderte das Projekt mit 2,4 Mio. Euro unter der Auflage, dass der Mauerpark bis zum Jahr 2010 mindestens 10 Hektar umfassen würde. Eine große Freifläche im Zentrum der Stadt ist ein Gewinn an Lebensqualität für die Anwohner und unentbehrlich für das Stadtklima.

Bisher sind allerdings nur die beiden östlichen von insgesamt vier Bauabschnitten fertiggestellt; die westlichen Flächen sind derzeit noch an Gewerbetreibende vermietet, obwohl sie im Flächennutzungsplan als Grünfläche ausgewiesen sind. Der Senat beabsichtigt, die Flächen zur Bebauung freizugeben; eine dazu notwendige Änderung des Flächennutzungsplans stößt 2004 auf großen Widerstand – die Entscheidung wird verschoben, ein Moderationsverfahren wird eingeleitet.

Nachdem das Moderationsverfahren mit einem Gutachterverfahren im April 2006 vorläufig endete und nicht wieder aufgenommen wurde, gab es 20 Monate lang gar keine Entwicklung. Erst im Dezember 2007 legte Baustadtrat Ephraim Gothe einen Vorschlag mit Wohn-Bebauung, aber auch 4,5 ha mehr Mauerpark vor.

Nach weiteren 15 Monaten ohne Ergebnis brachten die Freunde des Mauerparks e.V. die Notwendigkeit der Fertigstellung erneut auf die politische Tagesordnung. Im Sommer 2009, nach einem massiven Bebauungs-Vorschlag der Eigentümer Vivico entwickelte sich großer Protest, der im Herbst zu politischen Debatten in mehreren Gremien und in der Öffentlichkeit führte.

Im November 2009 legten die Freunde des Mauerparks einen Lösungsvorschlag vor, der dann im Frühjahr 2010 nach intensiven Diskussionen als Grundlage für den BVV-Beschluss des Bezirkes Mitte diente, einen Bebauungsplan-Beschluss zu fassen. Im Sommer/Herbst 2010 wird der Bebauungsplan aufgestellt und eine Planungswerkstatt zur Fertigstellung des Mauerparks eingerichtet. Beide Verfahren sollen mit umfassender Bürgerbeteiligung durchgeführt werden.


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