Fertigstellung: Konsens auf den Kopf gestellt

von Rainer Krüger am 14. Juni 2012

In der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Mitte droht ein Beschluss (SPD und CDU) zur massiven Bebauung im Norden!

Die Mauerparkerweiterung schien zum Greifen nahe. Denn als im April die BVV Mitte und danach auch die BVV Pankow einen breit getragenen Beschluss zur Mauerparkerweiterung beschlossen hatten, schien der Weg geebnet: Im Süden kann eine große Grünfläche ohne Bebauung entwickelt werden, parkverträgliches Gewerbe wie Flohmarkt und Gastronomie bleiben erhalten. Der Preis dafür würde eine sozial verträgliche Wohnbebauung im Norden sein, die nur so groß sein darf, dass Kaltluftschneise, das “Grüne Band” und historische Elemente ihren Platz behalten.

Der Dringlichkeitsantrag der SPD Fraktion Mitte kündigt diesen Konsens auf. Denn nun würde der CA Immo eine völlig überzogene Flächenentwicklung für ein Wohnquartier mit 600 Einheiten und 58.000 m² Bruttogeschossfläche zugestanden. Ein solcher “Klotz” an Bebauung (Originalton Dr. Streb von der CDU Mitte) wäre das Ende einer städtebaulich und ökologisch akzeptablen Gestaltung nördlich des Gleimtunnels. Gleichzeitig würde der bisher erfolgreiche Widerstand der Bürgerwerkstatt und der Freunde des Mauerparks gegen eine so eine unverhältnißmäßige Bebauung auf den Kopf gestellt.

Welchen Sinn macht dann überhaupt noch eine bisher politisch gewollte Bürgerbeteiligung?

Es muss mit aller Kraft verhindert werden, dass durch CDU und SPD ein solcher Beschluss Wirklichkeit wird!

Stellungnahme der Bürgerwerkstatt (PDF 200kB)

In der Presse:
Tagesspiegel: Mauerpark wird eingemauert (15.06.2012)
Berliner Zeitung: Kompromiss zum Mauerpark geplatzt (14.06.2012)
Neues Deutschland: Scharfe Kritik an Mauerpark-Deal (15.06.2012)
Berliner-Kurier: Mehr Häuser für den Mauerpark (15.06.2012)
Pankower Allgemeine Zeitung: Mauerpark-Drama (14.06.2012)

 

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