Ergebnisse der Bürger-Werkstatt-Mauerpark

von Alexander Puell am 15. November 2010

Am 2. November 2010 stellte die Bürgerwerkstatt-Mauerpark die bisherigen Ergebnisse dieser Bürgerbeteiligung vor. Neben der Vorstellung der bisher herausgearbeiteten Themen, Ziele, Wünsche und Interessen fand auch eine breite, öffentliche Diskussion statt.

Es wurde in dieser Diskussion nochmals deutlich, daß die Bürger-Werkstatt mehrheitlich die bisher in dem Bebauungsplan 1-64 vorgesehenen Baufelder ablehnt oder diesen Baufeldern sehr kritisch gegenüber steht. Dies ist im Wesentlichen dadurch begründet, daß eine vorrangig auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Bebauung die bereits im Prenzlauer Berg ablaufende Gentrifizierung auf Weddinger Seite fortführen und die im Mauerpark gewachsenen Freizeit- und Nutzungsstrukturen zerstören würde.

Trotz dieser grundsätzlichen Ablehnung nutzten die Mitglieder der Bürger-Werkstatt ihre konkreten Einflussmöglichkeiten. Sie haben detaillierte Eckpunkte und Leitgedanken entwickelt, die im Rahmen des Städtebaulichen Verfahrens nun zu berücksichtigen sind.

Die nächste Veranstaltung zur Grünflächen-Planung wird Anfang 2011 stattfinden, dort wird Prof. Lange seine bis dahin entwickelten Idee vorstellen. Der nächste Termin zum Städtebaulichen Verfahren ist Mitte Dezember.

Weitere Infos und Ergebnisse können den folgenden Dokumenten entnommen werden:

Ein Kommentar to “Ergebnisse der Bürger-Werkstatt-Mauerpark”


  1. Klaus Wiesner sagt:

    In der öffentlichen Veranstaltung zur Gestaltung des Mauerparks, auf der auch Betreiber des Flohmarkts anwesend waren, wurden zwei eindeutige Aussagen seitens der Bürger getroffen:
    1. Der Mauerpark soll seine spezifische Prägung beibehalten.
    2. Der Eckspielplatz soll nicht bebaut werden.

    Diese Aussage zur Bebauung des Eckspielplatzes wurde abgestimmt, es fand sich kein Fürsprecher für eine Bebauung. Das Gelände gehört dem Volk (bzw. dem Bezirksamt) und hat rein gar nichts mit dem Gelände des Mauerparks zu tun.
    Der Eigentümer des Mauerparks ist übrigens die Viveco, diese war als Tochter der Bahn quasi auch im Besitz der Allgemeinheit.
    Ein gleichwertiger Ersatz woanders wurde ausrücklich abgelehnt. Meines Erachtens ist eine derartige Mißachtung des formulierten Willens der versammelten Anwohner und Initiativen nur als unverschämt zu bezeichnen.