Protokoll der Bürgerwerkstatt vom 21.02.2011

von Alexander Puell am 31. März 2011

In der Bürgerwerkstatt-Sondersitzung vom 21.02.2011 wurden die Ergebnisse des von der Vivico ausgelobten Wettbewerbs den Mitgliedern der Bürgerwerkstatt vorgestellt. Dazu waren auch Vertreter der Vivico und Bezirksverordnete eingeladen. Zudem waren weitere Bürger und mehrere Pressevertreter anwesend.

Herr Steinmetz, vom Büro adks, als Betreuer des Wettbewerbs, stellte die Ergebnisse des Verfahrens vor. Gegenstand sind das sogenannte nördliche Baufeld (nördlich des Gleimtunnels) und das sogenannte südliche Baufeld angrenzend an die Bernauer Straße. Die Erschließung des nördlichen Baufelds soll über die Gleimstraße westlich neben dem Tunnel erfolgen, ohne Teile des Tunnels abzureißen. Insgesamt haben acht Architekturbüros an dem Wettbewerb teilgenommen. Die Jury, die sich aus Fachpreisrichtern und Sachpreisrichtern zusammensetzte, hatte am 11.02.2011 zwei Zweite Preise und einen Dritten Preis vergeben (jeweils einen Zeiten Preis haben die Büros Prof. Dipl. Arch. Carsten Lorenzen APS, Kopenhagen und Zanderroth Architekten, Berlin erhalten; der Dritte Preis ging an Léon Wohlhage Wernik, Berlin). Einen Ersten Preis vergab die Jury nicht.

Nach der Präsentation der Entwürfe berichteten die Delegierten von ihren Erfahrungen aus dem Wettbewerb und insbesondere zu ihrer Haltung anlässlich der Jurysitzung am 11.02.2011. Sie kamen in der Jurysitzung zu dem Schluss, dass in keinem der vorgestellten Entwürfe des Wettbewerbs die Hinweise der Bürgerwerkstatt deutlich erkennbar integriert worden seien und dass kein Entwurf mit den Vorstellungen der Bürgerwerkstatt entspricht. Die Delegierten hatten deshalb die Jurysitzung nach der dortigen Präsentation der Arbeiten durch die Vorprüfung verlassen.

Die anschließende Diskussion wurde zum Teil sehr kontrovers geführt. In der inhaltlichen Debatte herrschte bei den Wortbeträgen Konsens darüber, dass die in der Sitzung präsentierten Wettbewerbsentwürfe in nicht überzeugen und von den Mitgliedern Bürgerwerkstatt abgelehnt werden.

Im Ergebnis zu der Diskussion brachten die Delegierten einen Vorschlag für eine Beschlussfassung der Bürgerwerkstatt ein, der nach diversen Wortbeiträgen schließlich wie folgt formuliert wurde:

  1. Die Bürgerwerkstatt setzt ihre bisher erfolgreiche Arbeit, die nur durch die konstruktive Zusammenarbeit von Prenzlauer Berger und Weddinger BürgerInnen möglich geworden ist, fort.
  2. Das bezieht sich auf die Fortführung der Grünflächenplanung. Ebenso soll die Diskussion zum städtebaulichen Verfahren weiter geführt werden.

Über diesen Antrag stimmten die Mitglieder der Bürgerwerkstatt, die zum Zeitpunkt der Abstimmung noch mit 23 Personen in der Sitzung vertreten waren, wie folgt ab: 16 ja, 3 nein, 4 Enthaltungen. Damit war der Beschlussantrag angenommen. Er stellt die Grundlage für die weitere Arbeit der Bürgerwerkstatt dar.

Weitere Details im Protokoll vom 21.02.2011 (PDF 2MB)

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