Städtebaulicher Wettbewerb bringt keine Lösung

von Alexander Puell am 12. Februar 2011

Pressemitteilung der Deligierten der Bürgerwerkstatt

Auf der Jurysitzung zur Prämierung der Entwürfe des städtebaulichen Wettbewerbs Mauerpark haben die vier Delegierten der Bürgerwerkstatt Mauerpark die Sitzung vorzeitig verlassen. Der Versuch, die Bebauungswünsche des Wettbewerbsauslobers Vivico mit den Bürgerinteressen von Wedding und Prenzlauer Berg zu einem Kompromiss zu bringen, ist erst einmal gescheitert.

Die Vertreter der Bürgerwerkstatt können nicht die zu massiven Bauten an der Bernauer Straße und nördlich des Gleimtunnels mittragen. Die Bürgerwerkstatt will einen lebendigen großen Park, der sich nicht mit der in den Entwürfen vorgesehenen umfangreichen Bebauung verträgt. Die Randbebauung ist sowieso für die Bürgerwerkstatt nur ein mit Bauchschmerzen mitgetragener Kompromiss, um eine Parkerweiterung um sechs Hektar im Gegenzug zu erhalten.

Ein solcher Versuch ist angesichts vieler im Wettbewerb unberücksichtigt gebliebener Forderungen der Bürgerwerkstatt nicht tragfähig. Die Bürgerwerkstatt kämpft aber weiter für einen attraktiv fertiggestellten Mauerpark.

Die Tür zu Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer Vivico, aber auch der verantwortlichen Politik von Bezirk und Senat, ist nicht zugeschlagen. Doch dann müssen die städtebaulichen Eckpunkte der Bürgerwerkstatt eine ganz wesentliche Grundlage sein.

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