Bürgerwerkstatt formuliert Rahmenbedingungen

von Bernd Krüger am 17. Januar 2011

Im Rahmen der Werkstatt am 12. Januar verabschiedeten die Teilnehmer der Mauerpark-Bürgerwerkstatt ein Statement, in welchem nochmals auf die wichtigen Grundsätze hingewiesen wird, die aus Sicht der Bürgerinnen für eine Zustimmung zu einer potenziellen Bebauung erfüllt sein müssen. Die bisher der Jury und den Bürgerwerkstatt vorgelegten acht Vorentwürfe, zeigten lediglich bei zwei Lösungsvorschlägen eine städtebauliche Lösung, die sich den Forderungen der Bürgerwerkstatt annähern. Die Bürgerwerkstatt stimmte mehrheitlich für die sofortige Versendung des Papiers an die beteiligten Planungsbüros, die politischen Vertreter und die Vivico, da die Entwurfsergebnisse in zwei Wochen zur Abgabe kommen werden.

Die Forderungen sind im wesentlichen eine drastische Reduzierung von Baumasse, Höhe der Gebäudekörper und ein der Nutzung angemessener Abstand einer Bebauung zu der Jugendfarm sowie Rücksichtnahme auf die freie Schule im Süden des Mauerparks. Weiter wird die Verknüpfung von Baukörpern mit den Park-Flächen im Süden, auf denen der Flohmarkt stattfindet und die Durchlässigkeit zum Brunnenviertel gefordert, um eine möglichst integrative und städtebaulich kleinteilige Lösung zu bewirken.

Die Freunde des Mauerparks e.V. bekräftigen die in dem Papier geforderten Rahmenbedingungen. Diese sind darauf gerichtet, dass der bestehende und fertigzustellende Mauerpark in seiner beliebten Form erhalten bleibt! Der Mauerpark ist eine „Institution“ Berlins für Einheimische und Touristen geworden, dafür wird als kultureller Freiraum und Begegnungsstätte geliebt und geschätzt! Der Mauerpark darf nicht zum „Wohn- und Gewerbepark“ werden!

Mehr zum Thema von Rainer Krüger (Bürgerverein Gleimviertel)

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.