Mauerpark-Flohmarkt stellt eigenes Konzept vor

von Alexander Puell am 9. November 2010

Der Flohmarkt am Mauerpark macht, in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro karhardeinen, nun einen eigenen Vorschlag für die Fertigstellung des Mauerparks.

Der Entwurf eröffnet eine konkrete Möglichkeit für den Fortbestand des Flohmarkts mit den dafür benötigten Rahmenbedingungen. Der Vorschlag versucht einen Großteil der unterschiedlichen Interessen in Bezug auf die Entwicklung des Mauerparks zusammenzuführen und nimmt dabei viele Forderungen der Bürgerwerkstatt auf.

Der Vorschlag einer offenen Markthalle auf der historischen Pflasterstrasse und der innovativen, temporären „Open Spaces“ findet grosse Zustimmung bei den Freunden des Mauerparks – die skizzierte Bebauung des Spielplatzes an der Ecke Wolliner Strasse allerdings stößt auf Unverständnis. Wir hoffen, dass nun folgende Entwürfe deutlich sensibler mit diesem Bereich umgehen.

Weitere Informationen: Entwurf im Detail (PDF 3,5 MB)

3 Kommentare to “Mauerpark-Flohmarkt stellt eigenes Konzept vor”


  1. Na prima. Der Kommerz siegt und die Grundschüler und Kiezkinder aus dem Wedding verlieren ihren geliebten Spielplatz. Nichts gegen den Flohmarkt aber muss das Plattmachen der Kinderfreiräume so vollständig sein?

  2. Marion Schebesta sagt:

    Liebe Betreiber des Mauerpark-Flohmarktes,

    soeben habe ich Ihren alternativen Bebauungsplan für die Fertigstellung des Mauerparks gesehen.
    Gerne würde ich Ihren Entwurf unterstützen, doch ich bin schockiert über die Art und Weise der Bebauung des derzeitigen Eckspielplatzes. Leider gehen die Interessen der Schüler und Eltern der nebenan liegenden Schule, und auch die Bedürfnisse der anwohnenenden Menschen und Spielplatz-Nutzer nicht im geringsten in diesem Vorschlag auf. Im Gegenteil, die schlimmsten Befürchtungen werden mit diesem Entwurf illustriert. Waren die Bedürfnisse und Anliegen Ihrer Nachbarn nicht bekannt? (www.freieschule-berlin.de)

    Wäre es nicht möglich, diesen Gebäudeklotz in Ihrem Entwurf von dem Eckspielplatz herunterzunehmen, ihn exakt daneben zu planen ( als Eingangsgebäude zu Ihrem Flohmarkt) und den Platz des Spielplatzes als Vorplatz mit einzubeziehen?

    Den Eltern und Schülern der freien Schule am Mauerpark und auch den allermeisten Anwohnern wird es so gehen wie mir: Ich bin prinzipiell absolut an einer gemeinsamen Alternative zum Vivico-Plan interessiert und würde sie auch sehr gerne und mit aller Kraft unterstützen. Diesen Plan kann ich so aber überhaupt nicht ünterstützen, sondern ich muss ihn ablehnen. Ich bitte Sie deshalb herzlichst um eine neue Version Ihres Bebauungsplans!

    MfG Marion Schebesta

  3. Die Bedürfnisse der Freien Schule und der Kinder sind uns bekannt und wichtig.

    In unserem Entwurf sind wir darauf mit einer Verschiebung des Spielplatzes in den Park eingegangen – in der Skizze eingezeichnet als gelbliche Fläche im vorderen Teil – gegenüber des „Open Spaces“-Gebäudes.
    Wir wissen, dass die Vetreter der Schule diese Verschiebung nicht favorisieren.

    In dem Entwurf ging es uns zunächst darum, auf die Bedürfnisse aller einzugehen.
    Das ist mit Einschränkungen und Kompromissen verbunden:
    Die Vivico käme trotz des grossen Gebäudes an der Bernauer Straße bei der von uns geplanten Variante nicht auf die von ihr anvisierte Bruttogeschossfläche im südlichen Baufeld.
    Der Flohmarkt würde deutlich verkleinert
    und die Freie Schule hätte einen längeren Weg zum neuen Spielplatz –
    für den eine Fläche beansprucht würde, die Prof. Lange und die Freunde des Mauerparks e.V. für die Parkgestaltung vorsehen.

    Den Vorschlag, das grosse Gebäude zu verschieben (oder kleiner zu bauen) und den Spielplatz daneben zu belassen, finden wir auch interessant.
    Wir haben das Gebäude an der Bernauer Straße bewusst abstrakt gehalten und lediglich den Umfang einer maximalen Bebauung an dieser Stelle visualisiert.
    Was dort in welcher Form letztendlich gebaut wird, muss jetzt im Verfahren diskutiert und bestenfalls gemeinsam von den Beteiligten erarbeitet werden.

    Wir denken, es ist jetzt die Aufgabe der Bürgerwerkstatt die unterschiedlichen Ansätze zusammen zu fassen und zu versuchen, mit den Architekten des bevorstehenden Wettbewerbs und der Vivico an einer Lösung zu arbeiten – auch, wenn das nicht für alle Beteiligten einfach sein wird.

    Lars Herting