Bürgerwerkstatt fordert realistischen Terminplan

von Alexander Puell am 8. Oktober 2010

Die 2. Bürgerwerkstatt Mauerpark hat am 6.10. ihre Arbeit in konstruktiver Atmosphäre fortgesetzt. In Arbeitsgruppen wurden die Ideen für den Mauerpark und seine Umgebung weiter konkretisiert um diese Vorgaben für die Planung an Prof. Lange weiter geben zu können.

Im Vorfeld dieser Arbeit wurde allerdings eine ausführliche Diskussion über das parallel stattfindende städtebauliche Verfahren und die von Baustadtrat Gothe versprochene Kopplung von Entwicklung des Mauerpark-Konzepts mit der städtebaulichen Planung geführt.

Die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt kamen mehrheitlich zu dem Ergebnis, dass der vorgeschlagene Terminplan für eine ernstgemeinte Einspeisung von Vorschlägen für den Städtebau in das Verfahren nicht einzuhalten ist. Die für den 15.10 angesetzte Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbs kann nicht wie geplant vor Erstellung der Wettbewerbsgrundlagen mit den Ergebnissen aus der Bürgerwerkstatt rückgekoppelt werden.

Die intensive Diskussion führte zu dem Vorschlag der Moderatoren, bei der auslobenden Vivico und Herrn Baustadtrat Gothe eine Verschiebung des Wettbewerbsstarts um vier Wochen sowie eine Verlängerung des gesamten Verfahrens in den Februar hinein zu bewirken.

Nach Erstellung eines Meinungsbildes war das Ergebnis ein mehrheitliches Votum für den Vorschlag der Moderatoren, der auch von der Grün Berlin getragen wird. Das Ergebnis würde überhaupt erst eine Beteiligung von gewählten Delegierten an der Jury sinnvoll und zeitlich für die ehrenamtlichen Bürger möglich machen.
Nur so kann die Auslobung mit den Erkenntnissen aus der Bürgerwerkstatt vorbereitet werden und nur mit einer Entzerrung der Termine um weitere 4 Wochen wird den Delegierten die nötige Vorbereitungszeit gewährt, die zur Rückkopplung der Informationen und Ergebnisse aus dem Gutachter-Verfahren mit der Bürgerwerkstatt sowie ihren Initiativen nötig ist.

Um der Forderung nach einem realistischen Zeitplan Nachdruck zu verleihen, wurden am 6.10 keine Delegierten gewählt. Eine Wahl und Entsendung erfolgt erst nach einer neuen, dem Verfahren angemessenen Terminfestlegung. Die Entscheidung über den weiteren Fortgang ist frühestens ab dem 11. Oktober zu erwarten.

Die Ergebnisse der 2. Bürgerwerkstatt werden durch eine Redaktionsgruppe aus Werkstatt-Teilnehmern Ende Oktober zusammengestellt und dann einer breiten Öffentlichkeit bei der öffentlichen Bürgerversammlung am 2. November vor stellt.

UPDATE vom 8.10. 16 Uhr:
Der Beginn des städtebaulichen Verfahrens wird um vier Wochen verschoben. In die Ausschreibung werden somit auch die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt einfliessen.

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