Freunde des Mauerparks e.V.

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Mindestens 600 Menschen tanzten gemeinsam im Gleimtunnel in den Tag der Deutschen Einheit auf der Gleimtüneli-Party vom Stadtteilmanagement Brunnenviertel / Brunnenstraße.
Zwischen Wedding und Prenzlauer Berg, zwischen West und Ost – Wessis und Ossis, Punker und Raver, Kids und Rentner, Bezirksamtsmitarbeiter, Politiker, Kreative aus Mitte und türkische Nachbarn aus dem Brunnenviertel.

Gemeinsam beim Halay, bei Techno-Dance oder zu Balkan-Beats, die Musik von DJ Ipek hob alle Grenzen, alle Vorurteile, alle Skepsis auf.

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Auch Bezirksbürgermeister Christian Hanke tanzte – nicht bis zum Umfallen, aber fröhlich grinsend bis zum Ende der Party.

Unter der vom Stadtteilmanagement Brunnenviertel/ Brunnenstraße geförderten Lichtinstallation von Christian Paschedag,, kam Clubstimmung auf. Der asbachuralte Gleimtunnel präsentierte sich im Neonlicht von seiner Schokoladenseite – eine Location mit Zukunft?
Die Deutsche Bahn, die die Lichtinstallation am liebsten zum 8. Oktober abgebaut haben möchte, wird es bei der jetzt erreichten Publicity schwer haben.
Ihre Begründung, aus Sicherheitsgründen die Lichter abzumontieren, ist für viele Menschen, die den Tunnel täglich passieren, eine Farce: für sie bedeutet die Beleuchtung ein Mehr an gefühlter Sicherheit in dem sonst einem dunklen Schlund ähnelnden Tunnel, in dem sich nur am Licht des Ausgangs orientiert werden konnte.
Es bleibt zu hoffen, zu kämpfen dafür, dass die Bahn ihre Abrisspläne aufgibt und sich der Gleimtunnel weiter zu einer Brücke statt einer Grenze entwickelt.

Text: STM Brunnenviertel  –  Fotos: A.Puell