Nach dem Gewitter wird ein Regenbogen* leuchten

von Corinna Wieland am 2. Dezember 2015

Regenbogen_Spielplatz

Die Empörung über die Nacht- und Nebelabholzung des Regenbogen-Spielplatzes im Mauerpark hat bei den Parknutzern hohe Wellen geschlagen. Auch in der Bürgerwerkstatt wurde die Abholzung des Regenbogens diskutiert und die Mitglieder fassten einen einstimmigen Beschluss (PDF 50kB), der den Bezirk Pankow in die Pflicht nimmt und zu einem zeitnahen Wiederaufbau auffordert.

Die Empörung hat am 26.11.15 zu einem konstruktiven Gespräch beim verantwortlichen Stadtrat Jens-Holger Kirchner geführt, an dem zuständige Mitarbeiter des Bezirksamts, die Initiatoren der Idee „Regenbogen-Spielplatz – ein Zeichen für Hoffnung“, Klaus und Claudia Gust, Heinz-Joachim Lohmann und die Freunde des Mauerparks die unverständliche Fällung thematisierten wie auch über die Zukunft des Regenbogen-Spielplatzes diskutierten.

Heraus kam, dass vor der Abholzung nicht einmal ein Gespräch mit den Initiatoren gesucht worden war, die eine fachkundige Beratung über Instandsetzung und den dazu notwendigen Mitteln und Kosten hätten geben können. Eine vom Grünflächenamt aus der Luft gegriffenen Summe von 50.000 € hätte eine Verschiebung des Wiederaufbaus in weiter Ferne wegen fehlender Mittel bedeutet.

Erfreulicher Weise steht die Firma SIK Holz nach wie vor zu „Ihrem“ Projekt im Mauerpark, trotz des respektlosen Umgangs mit der Historie des Regenbogens und gibt die Zusage, wieder die Kosten für das Material sowie die gestalterische und technische Ausführung zu übernehmen.

Beginn der Arbeiten soll im Frühjahr 2016 erfolgen. Das Bezirksamt unterstützt technisch und logistisch den Ausbau des Fundamentes und die Aufarbeitung der sichergestellten Komponenten wie Rutschen, Balken und Netze. Unterstützt wird das Projekt von den Freunden des Mauerparks und durch Beteiligung von Initiativen, Jugendlichen und last but not least auch Flüchtlingen.

Man hätte also viel Geld und Aufruhr sparen können und eine nachhaltigeren Umgang mit den verwendeten Materialien schaffen können, wenn das Grünflächenamt nicht zur Kettensäge, sondern zum Telefonhörer gegriffen hätte.

An dieser Stelle möchten wir besonders den Initiatoren und der Firma SIK Holz für ihre besondere Geduld und ihr starkes Engagement danken.

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