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Bürgerwerkstatt Mauerpark-Fertigstellen

Am 15. September 2010 trafen die nominierten 32 Mitglieder zur ersten Arbeitssitzung der „Bürgerwerkstatt“ zur Fertigstellung des Mauerparks im Olof-Palme-Zentrum zusammen, um sich aktiv bei der Planung und Gestaltung der neuen Grünfläche einzubringen. In einer durch das Moderatoren-Team Seebauer und Voskamp moderierten Workshop-Reihe wurde in lebhaften und kreativen Atmosphäre deutlich, dass es viele spannende, zum Teil kontroverse Ideen zur Weiterentwicklung eines Mauerparks gibt. Am 2. November 2010 stellte die Bürgerwerkstatt-Mauerpark die bisherigen Zwischenergebnisse der Öffentlichkeit vor. Neben der Vorstellung der bisher herausgearbeiteten Themen, Ziele, Wünsche und Interessen fand auch eine breite, öffentliche Diskussion statt.
Es wurde in dieser Diskussion nochmals deutlich, daß die Bürger-Werkstatt mehrheitlich die bisher in dem Bebauungsplan 1-64 vorgesehenen Baufelder ablehnt oder diesen Baufeldern sehr kritisch gegenüber steht. Dies ist im Wesentlichen dadurch begründet, daß eine vorrangig auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Bebauung die bereits im Prenzlauer Berg ablaufende Gentrifizierung auf Weddinger Seite fortführen und die im Mauerpark gewachsenen Freizeit- und Nutzungsstrukturen zerstören würde.
Die Delegierten der Bürgerwerkstatt wandten sich deshalb an die Akteure des städtebaulichen Verfahrens: Juroren, Investor Vivico, politische Mandatsträger und Bauverwaltung in Berlin-Mitte und die beauftragten Architekturbüros. Sie forderten diese in einem dringendem Appell auf, bei der städtebaulichen Planung dem Mauerpark Luft zum Leben zu lassen. Die Bürgerwerkstatt hatte auf ihrer dritten Sitzung am 12. Januar 2011 nochmals konkret die wesentlichen Eckpunkte präzisiert, die die Grenzlinie markieren, innerhalb derer sie es verantworten kann, über einen Kompromiss zur Bebauung der beiden Baufelder mit zu diskutieren.
Ein solcher Versuch ist angesichts vieler im städtebaulichen Wettbewerb unberücksichtigt gebliebener Forderungen der Bürgerwerkstatt nicht gelungen.
Die Mitglieder der Bürgerwerkstatt können die zu massiven Bauten an der Bernauer Straße und nördlich des Gleimtunnels nicht mittragen. Die Bürgerwerkstatt will einen lebendigen großen Park, der sich nicht mit der in den Entwürfen vorgesehenen umfangreichen Bebauung verträgt. Eine moderate Randbebauung wäre sowieso für die Bürgerwerkstatt nur ein mit Bauchschmerzen mit zu tragender Kompromiss, um im Gegenzug eine Parkerweiterung um 6 Hektar zu erhalten.

Die Bürgerwerkstatt kämpft nun weiter für die Fertigstellung eines vergrößerten Mauerparks. Sie wird nun verstärkt alternative Wege der Mauerpark-Fertigstellung in ihre Überlegungen einbeziehen, dies unter Beteiligung weiterer Verhandlungspartner und ohne den Senat aus seiner Mitverantwortung zu entlassen.
Die Grünflächenplanung auf der Grundlage des Entwurfs von Prof. Lange ist weit fortgeschritten. Die Bürgerwerkstatt wird zusammen mit der Grün-Berlin GmbH und Prof. Lange weiter an der Erstellung einer auch für Anwohner beiderseits des Mauerparks akzeptablen Freiraumplanung arbeiten. Eine solche Blaupause zur Fertigstellung des Mauerparks kann dann Grundlage öffentlicher Diskussion und politischer Entscheidungen sein.
Weitere Infos zur Bürgerwerkstatt auch auf www.kieze-im-dialog.de












