Archiv für die Kategorie 'Bürgerwerkstatt'

Der Durchbruch zur Mauerpark-Fertigstellung

Donnerstag, 26. April 2012 um 15:00

BVV Mitte und Pankow im Schulterschluss

Wie schon am 19. April in der BVV Mitte hat jetzt am 25. April auch das Bezirksparlament von Pankow mit breiter Mehrheit für die Aufnahme eines neuen Bebauungsplanverfahrens votiert. Zu einleuchtend war die Aussicht, nach fast zwanzig Jahren Streit um eine Erweiterung des Mauerparks endlich eine Lösung mit breiter Zustimmung gefunden zu haben.

Auch die Senatsverwaltung ist aktiv geworden

Der Staatssekretär für Stadtentwicklung, Christian Gaebler, verkündet heute in der Berliner Zeitung eine Sensation: „Wir werden den Mauerpark um fünf Hektar Fläche erweitern“ und südlich des Gleimtunnels von jeglicher Bebauung freihalten. Zusätzlich sollen die Gaststätte Mauersegler und der Flohmarkt erhalten bleiben

Was für ein Erfolg für alle, die sich seit vielen Jahren für die Fertigstellung des Mauerpark und den Erhalt der lebendigen Mauerpark-Kultur eingesetzt haben. Mit dem neuen Engagement des Senats ist nun der Weg zur Fertigstellung des Mauerparks endgültig frei geworden.

Nördlich des Gleimtunnels sollte die Senatsverwaltung das Ziel nicht aus den Augen verlieren: nur eine moderate Wohnbebauung mit hohem sozialem und ökologischem Anspruch – so hatten es die Bezirks Mitte und Pankow in ihren Beschlüssen gefordert.

Die Fertigstellung des Mauerparks wird nun konkret: Noch in diesem Jahr können Bürgerinnen und Bürger den großen Mauerpark bis zum Wedding in Besitz nehmen und Schritt für Schritt gestalten.

von Rainer Krüger
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BVV-Mitte beschließt die Mauerparkfertigstellung

Freitag, 20. April 2012 um 14:15

“Was lange währt, wird endlich gut!” – unter dieses Motto kann man den mit breiter Mehrheit gefassten Beschluss der BVV Mitte vom 19. April (PDF 45kB) stellen. Demnach geht nun das Planungsverfahren für die Parkerweiterung weiter.

“Eine zusätzliche Bebauung soll nicht erfolgen”, heißt es in dem Beschluss. Dies ist ein sensationeller Erfolg! Denn der gesamte Erweiterungsstreifen zwischen Bernauerstraße und Gleimtunnel wird Parkfläche und das parkdienliche Gewerbe (v.a. Flohmarkt und Mauersegler) werden durch Flächenankauf dauerhaft Bestand haben. Brunnen- und Gleimviertel erreichen sich dann gegenseitig ohne trennende Zäune.

Nördlich des Gleimtunnels wäre eine moderate Bebauung möglich. Sie ist so zu beschränken, dass die Entwicklung des ‘Grünen Bandes’ und der Erhalt einer Kaltluftschneise gesichert sind; ebenso ein ausreichender Abstand einer Bebauung zur Jugendfarm Moritzhof.

Jetzt ist der Senat am Zug

Nun ist die Senatsverwaltung in der Pflicht. Sie muss sich zügig bereit erklären, selbst als Ankäufer der gesamten Fläche einzutreten und dazu Verhandlungen mit der CA Immo aufnehmen. Der Senat wäre gut beraten, die Weitergabe der Flächen als Erbpacht zu vollziehen. Es wäre die klügste Lösung, denn langfristig bliebe der Mauerpark so im Eigentum des Landes Berlin.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger werden in den nächsten Wochen und Monaten demonstrativ bekunden, dass sie jetzt endlich beherztes Handeln vor allem der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erwarten!

Bei der Ausgestaltung eines nicht “schlüsselfertigen” Parks werden alle engagierten Aktiven aus Brunnen- und Gleimviertel und darüber hinaus zeigen können, “was eine Harke ist”!

Selbst anpacken, damit Schritt für Schritt ein großer Park für Gäste und Anwohner entsteht.

von Rainer Krüger
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Mauerparkerweiterung – ein Etappensieg!

Dienstag, 3. April 2012 um 17:38

Mit dem mit breiter Mehrheit (SPD, CDU, GRÜNE) des Stadtentwicklungsausschusses Mitte am 30. März gefassten Beschluss rückt eine große Erweiterung des Mauerparks in greifbare Nähe. Der von den Freunden des Mauerparks e.V. und den Sprechern der Bürgerwerkstatt Mauerpark vorgeschlagene Kompromiss hat folgende Eckpunkte:

  • Der gesamte Südteil des Mauerparks von der Bernauerstraße bis zum Gleimtunnel bleibt ohne Bebauung,
  • die Anwohner des Brunnenviertels bleiben nicht länger vom Mauerpark ausgesperrt, der trennende Stahlgitterzaun verschwindet,
  • der um 6 Hektar erweiterte Park lässt den kulturell lebendigen Park und das parkverträgliche Gewerbe (Flohmarkt, Mauersegler u.a.) weiter bestehen. Auf der Seite des Brunnenviertels können ruhigere Nutzungen bis hin zu gemeinschaftlichem Gärtnern von den Bürgern selbst entwickelt werden. So finden Event- und Anwohnerpark zueinander (konkrete Planungsvorstellungen der Bürgerwerkstatt liegen vor),
  • nördlich des Gleimtunnels wird es einen genügend breiten Grünstreifen geben, der das “Grüne Band” Richtung Pankow und Humboldthain fortsetzen wird und
  • westlich davon kann eine genossenschaftlich getragene ökologisch nachhaltige Bebauung bis zu etwa 400 Wohnungen entstehen. Durch eine Genossenschaft und den möglichen Ankauf von Belegungsrechten durch den Senat für einen Teil der Wohnungen können mittelfristig erschwingliche Mieten – auch für Bürger mit geringerem Einkommen – verwirklicht werden.

Wie ist der Kompromiss möglich geworden?

Nachdem Staatssekretär Christian Gaebler (SPD) vom Stadtentwicklungsressort Ende Februar erklärt hat, dass der Senat die bei Nichterweiterung fällige Summe von 2,25 Mill. Euro lieber für  einen Teilankauf von Flächen südlich des Gleimtunnels einsetzen wolle, kam Bewegung in den seit vielen Jahren unerquicklichen Stillstand der Erweiterung. Daraufhin haben sich Gewerbetreibende im südlichen Feld zu einer “Interessensgemeinschaft ParkKultur” zusammengeschlossen. Sie sehen sich ebenso in der Lage, eine beachtliche Teilfläche zu kaufen oder zu pachten wie eine sich gründen wollende “Initiative für ein genossenschaftliches Wohnquartier am Mauerpark”, die im Norden für 4 bis 5 Mill. EURO Land erwerben würde. Insgesamt kann also die von der CA Immo realistischerweise zu fordernde Kaufsumme zusammenkommen.

Rasches Handeln ist angesagt!

Nach Verlautbarung des jetzigen Flächeneigentümers, der Ca Immo, will diese das gesamte Areal nur an einen Käufer veräußern. Kann die CA Immo die Flächen nicht verkaufen, würden langfristige (10-15 Jahre) Mietverträge für logistikbezogene Gewerbeansiedlung abgeschlossen werden: lärmende und stinkende LKWs zwischen Containerhalden und lärmintensiven Gewerbe – eine sehr unerfreuliche Perspektive für die direkten Anwohner im Brunnenviertel.
Hier ist dringend der Senat gefordert, sich endlich und entschieden um die Fertigstellung des Mauerpark zu kümmern. Die zuständigen Senatsbehörden (Finanzen und Stadtentwicklung) müssen mit der Ca Immo Verhandlungen aufnehmen. Eine optimale Lösung wäre, die Flächen für die Wohnbebauung und das Weiterbestehen von Flohmarkt und Mauersegler würden lediglich zu langjähriger  Pacht vergeben. Dann bliebe das Land Berlin dauerhaft im Besitz des gesamten Mauerparks.

Bürger und Bürgerinnen, auch die in verschiedenen Initiativen organisierten, können und sollten sich weiterhin engagieren, um die greifbare große Erweiterung Wirklichkeit werden zu lassen.

Das heißt:

  • weiter Druck auf den Senat ausüben, damit er für die Mauerpark-Fertigstellung tätig wird,
  • sich an der weiteren Park-Planung im Rahmen der Bürgerwerkstatt zu beteiligen und
  • viele Bürgerinnen und Bürger einzuladen, um Parkflächen mit eigener Hände Arbeit zu gestalten – wie einst in der Anfangszeit des Mauerparks.

Wir brauchen keinen “schlüsselfertigen Park” – wir schaffen selbst die Parkerweiterung!

von Rainer Krüger

Große Mauerparkerweiterung ist möglich – jetzt!

Mittwoch, 28. März 2012 um 17:20

Überraschend hatte in den letzten Wochen der Staatssekretär des Stadtentwicklungsressorts, Christian Gaebler, einen Teilflächenankauf in Höhe von 2 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Dieses Angebot bringt Bewegung in die endlose Auseinandersetzung um eine großzügige Mauerparkerweiterung. Eine Gesamtlösung zur Finanzierung des Ankaufs der gesamten Fläche auf Weddinger Seite bis zum Gleimtunnel bekommt dadurch eine realistische Perspektive. Der Mauerpark im Umfang der Planung des Landschaftsarchitekten Prof. Lange kann endlich nach einem jahrelangem Tauziehen und ohne Bebauung Wirklichkeit werden.

Wie sieht die Gesamtlösung aus?

Zu unterscheiden sind dabei die Flächen südlich und nördlich des Gleimtunnels:

Die Gewerbebetreiber (Flohmarkt und Mauersegler) im Süden haben sich zu einer “Interessensgemeinschaft ParkKultur” zusammen geschlossen. Diese Gemeinschaft zeigt sich im Süden für ihre bisherigen Betriebsflächen verantwortlich, beteiligt sich also mit einer Summe von ca. 2 Millionen Euro am Flächenkauf, wobei auch in Zukunft nur parkverträgliche Nutzungen möglich sein sollen. Zusammen mit dem Flächenankauf durch den Senat bleibt dann nur noch eine kleinere Fläche übrig. Diese Lücke lässt sich schließen, da im Landeshaushalt deutlich mehr als 2 Millionen Euro für Parkgestaltung im Haushalt vorgesehen sind und auch zum Lückenschluss eines Flächenankaufs verwendet werden können. Dadurch müsste bei der Planung des Parks auf teure Baumaßnahmen (Pyramide oder Öffnung des Gleimtunnels) verzichtet werden. Das wäre nicht schlimm, denn, wie schon die Bürgerwerkstatt betonte, wird ohnehin kein “schlüsselfertiger Park” gewünscht. Die Bürger dürfen selbst bei der Gestaltung Hand anlegen.

Eine vollständige Parkerweiterung bis zum Gleimtunnel ganz ohne Bebauung und mit bleibender lebendiger Parkkultur ist also realistisch geworden. Die Zäune zum Brunnenviertel können endlich fallen und die Anwohner aus dem Brunnenviertel können ihren Mauerpark erreichen und nutzen.

Nördlich des Gleimtunnels soll ein Streifen Grünfläche zwischen Gleim- und Brunnenviertel verbleiben, der für die Weiterführung des “Grünen Bandes” Richtung Norden (Pankow) und Westen (Humboldthain) benötigt wird und einen guten Abstand zur Jugendfarm Moritzhof belässt. Eine Teilbebauung mit einer an das Brunnenviertel angelehnten genossenschaftlichen Wohnsiedlung soll neben diesen öffentlich zugänglichen Grünflächen entstehen. Die Genossenschaft würde die noch fehlenden 4 bis 5 Millionen Euro zum Ankauf auch der nördlichen Flächen aufbringen können.

Warum eine kleinere genossenschaftliche Wohnsiedlung im Norden des Gleimtunnels?

Wir als “Freunde des Mauerparks” fühlen uns einem gerechten Berücksichtigung unterschiedlicher Interessen der Berliner Bürger verpflichtet. Wenn einerseits eine sehr beachtliche Vergrösserung der Grünflache geschaffen wird, sollte andererseits die zunehmende Wohnungsnot in den inneren Berliner Stadtteilen gelindert werden, indem zusätzlicher sozial verträglicher Wohnraum geschaffen wird.

Keine Luxusstadtvillen, sondern eine sozialverträgliche Genossenschaftssiedlung ist zu planen. Sie wäre die Verwirklichung eines ökologisch-sozialen Modellprojekts mit Gemeinbedarfseinrichtungen (Kita, Begegnungsstätte), Mehrgenerationenwohnen und einer breiten Streuung der Wohnungsgrößen.

Durch eine Mischkalkulation und den Kauf von etwa 100 Belegungsrechten durch den Senat können auch kostengünstige Wohnungen angeboten werden, die aus dem bisher ungenutzten Fonds “Genossenschaftsförderung” gefördert werden: Günstigere Mieten wären das gewünschte Ergebnis.

Die Möglichkeit einer sozialen Einrichtung wie z.B. einer Kita und Begegnungsstätte gegenüber der Jugendfarm Moritzhof würde eine Brücke zwischen beiden Kiezen schaffen.

Gibt es überhaupt eine Alternative zu dieser Lösung?

Die immer lautstark vorgetragene Forderung des Vereins der Stiftung Weltbürgerpark “alles oder nichts” führte bisher zu lähmenden Stillstand in der Frage der Mauerpark-Fertigstellung. Auch auf lange Zeit ist kein kompletter Flächenankauf durch den Senat durchzusetzen – allem Protest zum Trotz. Dem Land Berlin fehlt für einen kompletten Ankauf der Fläche schlichtweg das Geld. Auch dem Verein der Stiftung Weltbürgerpark fehlt Geld. Bisher konnten lediglich 5000 Euro Spenden eingeworben werden die sogleich wieder für Werbemaßnahmen ausgegeben wurden. Es ist die traurige Realität der mit großen Ankündigungen gestarteten Initiative: für einen Flächenankauf reicht das Geld nicht und wird auch in vielen Jahren nicht ausreichen.

Deren Rückzugsposition, “wenn wir nicht den “Großen Mauerpark” bis zum Gesundbrunnen bekommen, soll alles so bleiben wie bisher”, würde zu sehr negativen Konsequenzen führen:
Die Brunnnenviertler blieben über Jahre durch Zäune vom Mauerpark ausgesperrt. Stattdessen würde der Flächeneigentümer, die CA Immo, die gewerbliche Vermietung stark hochfahren. Intensive Transportlogistik mit Containerhalden und ständigem LKW Verkehr und lärmintensive Handwerke mögen den davon unbelästig bequem im Gleimviertel oder der Oderbergerstraße Wohnenden egal sein, für die direkten Anwohner des Brunnenviertels wäre sie eine Tragödie.

Es bleibt also nur die Kompromisslösung im hier und jetzt – eine Chance für den großen Mauerpark, der noch in diesem Jahr entstehen kann.

Rainer Krüger, Alexander Puell

von Mauerpark Redaktion

Brunnenviertel und Mauerpark – eine Bilanz

Dienstag, 31. Januar 2012 um 18:00

Eine Befragung über das Verhältnis der Menschen im Brunnenviertel zum Mauerpark zeigt, dass dieser Ort für die meisten von ihnen kein blinder Fleck ist: Über 95% der Befragten kennen den Park, über vier Fünftel nutzen ihn und fast ebenso viele sind über ihn informiert. Die meisten Brunnenviertler wollen dort nur spazieren gehen, weniger als die Hälfte besucht den Flohmarkt. Es folgen “Sitzen/Liegen”, “Spiele/Sport”, “Feiern” und danach erst “Grillen” und “Karaoke” als Freizeitaktivitäten, wenn man sich im Mauerpark aufhält.

Natürlich finden die Brunnenviertler nicht alles am Mauerpark als für sie einladend: Dreck/Müll, Lärm, frei laufende Hunde, Trommeln, die Übernutzung und Alkohol/Drogen sind negative Merkmale, ohne die der Park liebenswerter wäre. Denn die Grünflächen, das kulturelle Angebot, Flohmarkt, Grillmöglichkeit, die Jugendfarm Moritzhof und ein Hundeauslauf (die einen stört er, die anderen finden ihn toll) sind die Anziehungspunkte des Mauerparks. Erstaunlich ist auch, dass es die Menschen aus dem Brunnenviertel in den Park zieht, obwohl es auf fast 700 Meter Länge außer an seinen Enden am Gleimtunnel und der Bernauerstraße für sie keinen Zugang gibt. Das ist eher zynisch: In der Befragung wird besonders der “Wegfall der Grenze” als symbolhaftes Ereignis hervorgehoben – und nun haben sie mit den Zäunen der Privatfläche der CA Immo eine neue Grenze. 

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von Rainer Krüger

Wie die Brunnenviertler den Mauerpark sehen

Donnerstag, 19. Januar 2012 um 12:33

Ergebnisse einer Befragung werden vorgestellt

Wann: Mittwoch, den 25. Januar 2012, 17:00 Uhr
Wo: Brunnenviertel e.V., Ramlerstraße 20

Der Anstoß zu den jetzt zu präsentierenden Befragungsergebnissen kommt aus der Arbeit der “Bürgerwerkstatt Mauerpark Fertigstellen”. In ihr sitzen gleichberechtigt Initiativen, Vereine und BürgerInnen aus dem Brunnenviertel und dem Prenzlauer Berg. Während im Prenzlauer Berg der Mauerpark und seine gewünschte Erweiterung ein lange heiß diskutiertes Thema sind, scheint es so zu sein, dass dieses Problem die Menschen aus dem Brunnenviertel weniger bewegt.

Stimmt das und wie stehen die Brunnenviertler zum Mauerpark und seiner Erweiterung?
Gelegenheit zu Antworten bietet die Veranstaltung des Stadtteilvereins Brunnenviertel e.V.

Weitere Infos in der Einladung (PDF 120kB),
auf www.kieze-im-dialog.de und auf www.brunnenviertel.de

von Rainer Krüger
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Barrieren überwinden – Mauerpark fertigstellen!

Mittwoch, 14. Dezember 2011 um 14:21

Keine Lösung zwischen SPD und CDU…

Es fing im Oktober nach der Wahl gut an. In Pankow konnte zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen ein Einvernehmen zum Mauerpark erzielt werden. Der Park soll in einer “größtmöglichen Ausdehnung” fertig gestellt werden, wenn möglich auch nördlich des Gleimtunnels. Die sich gründen wollende Weltbürgerparkstiftung hätte Gelegenheit, 2012 weiter Spenden für einen Flächenankauf zu sammeln. Allerdings hätte sie sich auch im Sinne eines “transparenten überparteilichen Engagements” offener aufzustellen. Und zur Bürgerwerkstatt heißt es: Beide Parteien unterstützen den Abschluss der begonnenen Planungsarbeit.

Die wichtigste Forderung in der Vereinbarung: “Um den Prozess des Grunderwerbs zu beschleunigen und das Ziel eines größtmöglichen Mauerparks zu erreichen, soll das Land Berlin die entsprechende Fläche zunächst vollständig von der CA Immo (früher Vivico) erwerben”. Danach soll der “aufzuwendende Kaufpreis soweit als möglich für das Land refinanziert” werden. Neben Spenden sind damit auch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung gemeint.

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von Rainer Krüger
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Bürgerwerkstatt legt aktuellen Planungsstand vor

Dienstag, 6. September 2011 um 18:00

Die Bürgerwerkstatt ist ein Zusammenschluss von Vereinen, Initiativen und engagierten Einzelpersonen von Pankower und Weddinger Seite. Sie arbeitet auf der Grundlage des Auftrags an die GrünBerlin GmbH, die Mauerparkerweiterung mit Unterstützung des Landschaftsarchitekten Prof. Gustav Lange zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Die Bürgerwerkstatt hat nach einem über einjährigem, kontinuierlichen Denk- und Arbeitsprozess ein beachtliches Ergebnis vorzuweisen. Die Bürgerwerkstatt erarbeitete dabei Lösungsvorschläge für die wichtigsten Fragen: Wie wird es möglich sein, einerseits den lebendigen Charakter des Mauerparks als attraktives Gelände für viele junge Menschen zu erhalten und weiter zu entwickeln? Und wie wird es andererseits möglich sein, im Zuge der Erweiterung der Parkfläche im Westen dem Prädikat “Anwohnerpark” gerecht zu werden?

Das ist die Grundfrage: Elftausend Menschen leben im Brunnenviertel, zum Teil direkt am zukünftigen Rand des Mauerparks. Für sie darf der große Park nicht nur Quelle von Lärm und Störung sein, sondern er soll auch “ihr Park” sein . Lässt sich diese Quadratur des Kreises lösen: großes Eventfeld einerseits und ansprechendes Parkambiente für benachbarte Bürgerinnen und Bürger andererseits?

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von Rainer Krüger
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