Brunnenviertel und Mauerpark – eine Bilanz

Eine Befragung über das Verhältnis der Menschen im Brunnenviertel zum Mauerpark zeigt, dass dieser Ort für die meisten von ihnen kein blinder Fleck ist: Über 95% der Befragten kennen den Park, über vier Fünftel nutzen ihn und fast ebenso viele sind über ihn informiert. Die meisten Brunnenviertler wollen dort nur spazieren gehen, weniger als die Hälfte besucht den Flohmarkt. Es folgen “Sitzen/Liegen”, “Spiele/Sport”, “Feiern” und danach erst “Grillen” und “Karaoke” als Freizeitaktivitäten, wenn man sich im Mauerpark aufhält.
Natürlich finden die Brunnenviertler nicht alles am Mauerpark als für sie einladend: Dreck/Müll, Lärm, frei laufende Hunde, Trommeln, die Übernutzung und Alkohol/Drogen sind negative Merkmale, ohne die der Park liebenswerter wäre. Denn die Grünflächen, das kulturelle Angebot, Flohmarkt, Grillmöglichkeit, die Jugendfarm Moritzhof und ein Hundeauslauf (die einen stört er, die anderen finden ihn toll) sind die Anziehungspunkte des Mauerparks. Erstaunlich ist auch, dass es die Menschen aus dem Brunnenviertel in den Park zieht, obwohl es auf fast 700 Meter Länge außer an seinen Enden am Gleimtunnel und der Bernauerstraße für sie keinen Zugang gibt. Das ist eher zynisch: In der Befragung wird besonders der “Wegfall der Grenze” als symbolhaftes Ereignis hervorgehoben – und nun haben sie mit den Zäunen der Privatfläche der CA Immo eine neue Grenze.







Die Bürgerwerkstatt ist ein Zusammenschluss von Vereinen, Initiativen und engagierten Einzelpersonen von Pankower und Weddinger Seite. Sie arbeitet auf der Grundlage des Auftrags an die GrünBerlin GmbH, die Mauerparkerweiterung mit Unterstützung des Landschaftsarchitekten Prof. Gustav Lange zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.









