Aus und vorbei: Grillen am Falkplatz verboten

von Alexander Puell am 10. Juni 2009

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Das Ergebnis der Anwohner-Runde ist gefunden und wird wohl in Kürze vom Bezirksbürgermeister Köhne als Lösung des Grill-Problems verkündet.

Grillen auf dem Falkplatz soll noch im Sommer verboten werden

Damit reagiert der Bezirk auf die starken Beeinträchtigungen, die das Massengrillen für die Anwohner am Falkplatz mit sich brachte: Dicke Luft, Lärm, Berge von Müll und Verkehrschaos.
Durch diese radikale Lösung wird der Übernutzung des Mauerparks allerdings mit einer fragwürdigen Reduzierung der Fläche begegnet. Vorschläge zur gleichmässigen Einschränkung der Grill-Möglichkeiten (feste Grillplätze, Grill-Zeiten/Tage, Grill-Schein) wurden kategorisch abgelehnt.

Die Grillmöglichkeit im Mauerpark soll hingegen erhalten bleiben

Um die möglichen Auswirkungen auf die verbleibenden Grillflächen im Mauerpark zu diskutieren haben der Bezirksbürgermeister Köhne und das Grünflächenamt auf Anregung von Teilnehmern eine weitere Diskussionsveranstaltung angekündigt. Anders als in der heutigen Anwohnerrunde sollen in der kommenden auch Verwaltungen und Anwohner aus Mitte und Wedding zu Wort kommen.

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Aus der Presse: TAZ – “Grillen stinkt den Anwohnern” – 12.06.2009

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6 Kommentare to “Aus und vorbei: Grillen am Falkplatz verboten”


  1. Bodo Schliefke sagt:

    Der Falkplatz könnte jetzt wieder zu einem ruhigen Park werden, für die Anwohner bedeutet das erst mal ein Aufatmen.

    Für uns gilt es zu beobachten, wie jetzt der Mauerpark von Grillern frequentiert wird.

    Vorerst sehe ich schwarz.

    Die ledigliche Reduzierung der Grünflächen, auf denen Grillen erlaubt ist, kann wirklich nicht die endgültige Lösung des Grillproblems sein, wie Alex im vorliegenden Bericht auch sagte.
    Und den Mauerpark nun als Reservat für Griller zu sehen und damit die Nutzer zu verächten, die diese einzigartige Freifläche als ihren besonderen Erholungsort gewählt haben, ist nicht in unserem Sinne.
    Die Bedeutung des Mauerparks als einzige Grünfläche, die mitten in der Stadt einen offenen, freien Blick auf den Himmel erlaubt und somit auch divergent an die damalige die Stadt gewaltsam teilende Mauer an dieser Stelle erinnert, wird mit der Entscheidung, nur dort das Grillen zu erlauben, fatal verschmäht.

    Besser wäre es meiner Meinung nach, wenn das Grillen in der Stadt auf gleicher oder mehr Fläche wie bisher kontrollierter ablaufen könnte.
    Einige Vorschläge, mehrere feste Grillstellen am Falkplatz und im Mauerpark, Grilljahresscheine, Lockerung des Grillverbots in anderen Parks, haben wir bereits gesammelt.

    Vielleicht kommen weitere über dieses Forum rein.
    Diese könnte wir dann in der hoffentlich bald folgenden Diskussionsrunde mit den Bürgermeistern, Ämtern, Prenzlauer Bergern und Weddingern einbringen.

    Liebe Mauerparkgrüße
    Bodo Schliefke

  2. wenn ich ganz viel ruhe haben wollte, keine beeinträchtigung durch andere menschen, die grillen, weil sie keinen garten/balkon haben (weil sie sich das nicht leisten können?), alles immer schön ordentlich, wie es sich gehört – dann wäre ich nicht nach prenzlberg gezogen.

    ein armutszeugnis, vor allem für die anwohner, (zu denen ich auch gehöre.)

  3. Das Verbot ist völlig überzogen und nicht nachvollziehbar.

    Gegrillt wird hier schon lange, aber erst jetzt hat offenbar die Zahl der Neu-Zugezogenen und Besserverdiener die Oberhand gewonnen. Umso bedauerlicher, dass die Bezirksverwaltung sich den Übertreibungen der Anwohner (nicht aller!) hingab: Von wegen dicke Rauchschwaden (Rauch zieht nicht mal über die Bäume), von wegen 24-Std-Grillen (unter der Woche so gut wie gar nicht), von wegen Verkehrschaos (klar, wenn man Parkpläte für zwei Autos braucht, ich als “Griller” habe gar kein Auto; und am Kollwitzplatz oder in Mitte ist die Parksituation auch nicht besser, obwohl da niemand grillt…). Die Bezirksverwaltung vergisst leider, dass der Falkplatz nicht nur den Anwohnern “gehört” und alle anderen Bewohner ein Recht hierzu haben, diesen frei zu nutzen (und ebenso Steuern zahlen) – Art. 2 Grundgesetz wird ignoriert.

    Im Übrigen folgenders Zitat, dass zeigt, dass das Grillverbot daneben liegt – ich freue mich schon auf den Widerspruch, falls hier mal irgendjemand auf die Idee kommt, die 20 Euro Ordnungsgeld zu verlangen.

    “Bei einer ordnungsgemäßen und verantwortungsbewussten Benutzung unterscheidet sich der Unterhaltungsaufwand für ausgewiesene Grillflächen wenig von dem in anderen intensiv genutzten Grünanlagenbereichen. Auch im Umfeld von stark frequentierten Liegewiesen oder Kinderspielplätzen fällt im Sommer erfahrungsgemäß viel Abfall an. Ebenso müssen solche Flächen häufiger instandgesetzt werden. Auch Vandalismus ist nicht auf die Grillflächen begrenzt. Den Bezirken standen 2007 im Rahmen der Budgetierung für alle Aufgaben im Rahmen der Pflege und Unterhaltung der öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen (inkl. Personal und Straßenreinigung, ohne Abfallbeseitigung) rd. 84 Mio. € zur Verfügung. ”

    (Quelle: Senat Berlin, Drucksache 16 / 11 377; 19. November 2007; Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)

  4. Hallo! Ich will mich mal kurz an der Diskussion beteiligen, da ich heute unwissend meinen Grill aufm Falkplatz angewurfen habe und prompt von den Anwohnern teils freundlich, teils weniger freundlich auf das neue Grillverbot hingewiesen wurde.

    Ich kann die Argumente der Anwohner schon nachvollziehen. Aber ein Totalverbot kann doch keine Lösung sein! Dieses Grillen bedeutet für mich ein kleines Stück Lebensqualität. Als Student kann ich mir ein Auto leider nicht leisten und mal ebend ins Grüne fahren. So ist es einfach nur unverschämt und verdammt spießig die Griller zu verbannen ohne vorher die genannten Gegenvorschläge umzusetzen. Oh man, was für Leute sind nur nach Prenzlberg gezogen?!

    Grüße

  5. Es hat nichts mit Spießigkeit zu tun, wenn jemand kein Leben vor seinen Fenstern zulassen möchte. Es hat, neben der grauenhaften Langeweile, damit zu tun, dass die Kultur der gewählten Heimat, Berlins, ignoriert wird. Die Anwohner, die in den letzten Jahren an den Falkplatz gezogen sind, möchten nun die Möglichkeiten und am Ende die Lebensqualität, die der Falkplatz-Kiez und der Prenzlauer Berg bieten derart beschneiden, dass das wohlsortierte und doch bitte Ordentliche, um nicht zu sagen Ordnungsgemäße, ihrer Heimat hier walten möge.

    Eines der Argumente, dass ich in der Debatte übr. lesen musste: “Die schönen Wiesen und Bäume des Falkplatzes schützen.” In über 30 Jahren, seit sehr lange vor einer angeblichen Grillproblematik also, habe ich noch nie schöne Wiese auf dem Falkplatz gesehen. Wenn nun also die Verantwortlichen für dieses unsagbare Grillverbot losgehen und SOFORT einen Wimbledonrasen pflanzen würden!

    http://www.petitionspot.com/petitions/falkplatzbbq

  6. Das Grillverbot ist ne riesen Schweinerei, die Zugezogenen sollten sich hier integrieren oder in Ihren Dörfern bleiben.